Frohe Weihnachten!
Von w-scharfenberg, 17:18

Wir haben gefrühstückt, gepackt und sitzen auf der Terasse des Terra Africa Guesthouse. In einer Stunde geht es zum Flughafen, in 28 Stunden werden wir hoffentlich zu Hause sein. Eine gute Gelegenheit über die vergangenen Tage nachzudenken...
Wir waren 19 Tage untewegs, haben zweimal in Flugzeugen übernachtet und 17 mal in 12 verschiedenen Unterkünften.
Wir sind insgesam sieben mal geflogen mit einer Gesamtstrecke von 23178km.
Mit drei verschiedenen Autos haben wir insgesamt 4845km zurückgelegt.
Von den Big Five haben wir immerhin vier gesehen
Unsere Unterkünfte waren, wie gewollt, sehr verschieden und hatten alle Ihren Reiz
Das Essen und der Wein waren gut, trotzdem kommen wir wahrscheinlich wieder mit unserem Startgewicht zurück
Wir sind entspannt, ein wenig gebräunt, gesund und um viele Erfahrungen reicher. Eine davon ist, dass Afrika durchaus ein wunderschönes Ziel für weitere Urlaube ist. Das Reisebüro "Take Off Erlebnisreisen" (www.takeoffreisen.de) werden wir auch nächstesmal wieder nehmen. Besonderer Dank von hier an Frau Sinje Schmidt!
Der Tag fängt ungewöhnlich an: kein Wecker!
In aller Ruhe wird gefrühstückt und gepackt. Dann noch eine kleine ausgeschilderte Wanderung auf dem Lodgegelände.
Auf Empfehlung der Lodgechefin wähle ich den Weg über den Spreetshoogtpass. Sylvia erzähle ich lieber nicht, dass man ihn nur mit einem 4*4 Fahrzeug benutzen sollte. Landschaftlich sehr schön stellt er für unseren Forester aber doch eine Marterstrecke dar, aber es Passt schon und wir kommen schließlich ohne Verluste oben an und picknicken erst einmal.
Der Rest der Strecke ist ohne besondere Vorkommnisse und Sylvia führt mich zielgerichtet zum "Terra Africa Guesthouse" (www.terra-africa.com.na) . Es ist eine echte Empfehlung wert! Ein sehr persönlich geführtes kleines Haus mit Pool und Blick auf das neue Regierungsgebäude.
Die Philipinische Gemeinschaft in Windhoek hat hier um 18:00 Premiere. Sie haben sich entschlossen zum Wohle von HIV Kindern ein Weihnachtssingen zu veranstalten. Für uns das erste echte Stück Weihnachten in diesem Jahr.

Wie geplant werden wir um 4:30 vom lieblichen Schall des Weckers geweckt, mehr oder weniger jedenfalls denn wir haben bei den hohen Temperaturen nicht gut geschlafen. Um 6:30 sind wir dann im Naturschutzgebiet. Höchstgeschwindigkeit 60km/h, ich fahre also 80, bremse noch rechtzeitig vor einem Spingbock, und bin ein Verkehrshinderniss. Na ja, ich kann auch schneller!
Wir machen einige Fotostops um dann an Düne 45 zu probieren wie fit wir sind.Geschafft: es war schon anstrengend, aber wenn man in den Fußstapfen anderer geht, ist es auch für uns machbar. Bis ganz oben gehen die meisten nicht, aber was tut man nicht alles für ein Siegerfoto!

Nun geht es weiter zum eigendlichen Sossusvlei, der berühmten Wasserpfanne, und den angrenzenden Vleis und Dünen. Die normalautofahrer müssen die letzten 5km zu Fuß gehen oder mit einem 4*4 Bus fahren. Wir haben zum Glück unseren Subaru Forester. Der geht durch dick und dünn! Aber was ist das? Da hat sich einer in unserer Spur festgefahren ... schnell ausweichen ... ooops ... der Wagen wird immer langsamer ... und dann haben wir Gelegenheit mitten im Wüstensand auszusteigen! Ich wusste zwar, dass alles viel besser geht wenn man den Luftdruck im Reifen auf ca. 1Bar absenkt, aber da wir keine Pumpe haben spare ich mir das lieber. Am falschen Ende gespart! Nun lassen wir den Druck ab (1 Minute Ventil öffnen), buddeln den Sand etwas weg und ein Wüstenspezi fährt den Forester wieder auf sicheres Terrain. Leider keine Bilder, da es nicht gut aussieht wenn andere helfen und man selber knipst.

Im Sossusvlei angekommen kümmern wir uns zuerst um unser Frühstückspaket und warten bis das getümmel auf der Düne zwischen den Vleis abebbt.

Und dann sin wir dran. Wir haben für bestimmt 15 Minuten die Düne für uns alleine. Na ja, nich ganz, hier oben wimmelt es vor Leben. Eidechsen laufen die Düne entlag, springen über die Abrisskannte und vergraben sich. Und auch Käfer sind überall vergraben. Tritt man in Ihrer Nähe auf, rasen sie davon um sich später woanders wieder einzugraben.
Der Rückweg dauert ziemlich lange, denn mit dem niedrigen Druck in den Reifen ist nicht mehr als 60 drin. Endlich am Gate und damit an der Tankstelle angekommen ... hat diese kein Benzin mehr und ist dementsprechend geschlossen. Rufen hilft ad auch nicht weiter. Den Kompressor krieg ich nicht eingeschaltet ... schöne Sch.... Da kommt der Tanklastzug um die Tanke wieder mit Leben zu befüllen ... und auch der Tankwart erwacht aus seinem Dornröschenschlaf.
Nun noch einen kurzen Abstecher in den Sesriem Canyon, der dem Ort (1 Tankstell, 1 Lodge, 1 Campingplatz) den Namen gab. Sechs Riemen von Ochsengespannen mussten aneinandergeknotet werden um Eimer bis ins Wasser herunterzulassen. Es ist ein idyllischer Ort.
Zurück im Hotel sind wir doch etwas ausgepowert. So verzichten wir auf die Fahrt zum Sonnenuntergang an den Hoteleigenen Dünen. Statt dessen beleben wir uns mit Baden, sonnen, Caipi, Abendessen etc.
Und wieder einmal ist es soweit, wir packen und fahren heute in die Namib Desert Lodge bei Sesriem (nur 60 km entfernt) nahe dem Sossuvlei.(nur 120km entfernt). Bis bald dann also!
Es ist geschafft, fahren auf der Schotterpiste bringt zwar Spaß (Wie auf Glatteis) aber wird irgendwann doch anstrengend. Die Namib Desert Lodge (http://www.gondwana-collection.com/de/Namib_Desert_Lodge.htm) ist idyllisch gelegen und bietet im Bereich essen, trinken und relaxen alles was man sich wünscht. Das Personal ist super drauf und das Essen das wohl beste auf unserer Reise. Da urlauben ja so anstrengend ist, beschäftigen wir uns heute nur mit den oben erwähnten Freizeitmöglichkeiten.

Die Zimmer sind zweckmäßig aber kein echter Reißer. Nachmittags werden sie ziemlich aufgeheizt. Um die Temperatur nachts runter zu kriegen hilft nur Durchzug machen. Dumm nur, dass nicht vor allen Fenstern Fliegen- (Gecko-, Spinnen- etc-) Gitter sind....
Wir gehen früh schlafen, da morgen früh um 4:30 aufstehen angesagt ist. Wir wollen um 6:00 Uhr am Tor zum Sossusvlei sein um den Naturpark bei erträglichen Temperaturen zu erobern.
Morgens haben wir die Stadt Swakopmund erkundet. Es ist ein niedliches Touristenstädtchen, dass in den Außenbezirken rasch wächst. Aber im Zentrum geht es gemütlich zu. Vieles ist hier in deutsch beschildert und auch in vielen Läden wird fließend deutsch geredet. Wir haben uns erst einmal mit Weihnachts-CD, Printen und Weihnachtskeksen ausgerüstet.
Danach ging es dann in die Wüste, natürlich die Namib. Wir haben uns heute die Welwitscha-Route ausgesucht. In der Stadt haben wir zuvor ein Permit zum Besuch gekauft. Einen Stock tiefer waren gute Infos zu der Tour. Also los, gleich am Ortsausgang, kurz hinter der Martin Luther Dampfmaschine (!?!) sollten wir nach rechts. Real waren es 2,5 km. Gleich nach der Nationalpargrenze dann nach links. Nach 3,5km ein Abzweig, aber von dem steht nichts geschrieben Also weiter geradeaus. Nach 30 km immer noch kein Nationalpark, na, dann war es wohl doch der Abzweig nach rechts. Kein Problem, fahren wir eben die 30km über die Piste zurück und biegen ab. Wahrhaftig, nach dann 10 km der Nationalpark, nach nochmal 500m der Abzweig. Von dort an ist alles einfach, wirklich!
Die vielen kleinen Dinge will ich hier nicht erzählen, nur die wirklich großen. Und das ist zunächst einmal die Mondlandschaft...

und dann eine Pflanze, die es nur hier gibt: die Welwitscha. Sie wird bis zu ca. 1500 Jahre alt, so wie diese hier auf dem Bild:

Um die nötige Flüssigkeit zu bekommen, hat sie ein feines Wurzelwerk um sich herum ausgebildet. Betritt man die Erde darüber, funktioniert es nicht mehr. Die Parkleitung hat dementsprechen um die Pflanzen Steinwälle gelegt ... die leider nicht von allen beachtet werden
Pünktlich zum Abendessen sind wir wieder im Hotel, man will doch nichts verpassen!
Heute klingelt der Wecker schon um 4:30. Eine Stunde später sitzen wir im Wagen und fahren zum Flughafen, die Strassen sind frei, die Temperaturen herrlich kühl.
Um 10:00 dann Ankunft in Windhoek, der kleinsten Hauptstadt Afrikas. Hier bekommen wir einen 4x4 Subaru Forester. Wie wir nach Swakopmund kommen? Fahren Sie erst mal Richtung B1. Wir finden die B1q dann auch nach 42km, in Windhoek. Soweit draußen der Flughafen? Na ja, Platz ist ja vorhanden. Bei 2 Einwohnern pro Quadratkilometer!
In Swakopmund ist Sylvia richtig stolz: Sie hat uns bis in die Dolphin Street gebracht ohne dass wir einmal halten mussten. Es ist ziemlich weit weg vom Zentrum denke ich. Aber dann die Ernüchterung für beide: wir müssen in den Dolphin Drive, noch weiter draußen, bei Meile 4. Beim ersten Versuch fahren wir gar nicht weiter, weil es viel zu abgelegen ist. Doch beim zweiten Versuch kommen wir dann richtig am Sea Side Hotel (www.seasidehotelandspa.com) an. Zuerst ein Campingplatz mit herrlichem Wüstensand als Untergrund und dann unser Hotel

Das Hotel selbst ist erst ein halbes Jahr alt, liegt direkt am Strand, hat ein wunderschönes Restaurant und noch einiges was mit liebe zum Details einfach verbessert werden könnte.
Das Abendessen ist gut und die Kellnerin bedient perfekt, was bei dieser Reise eine angenehme Abwechselung ist.
Und schon wieder um 6:00 aufstehen... aber wir wollen ja schließlich auch etwas sehen! Um 8:00 fahren wir unnötigerweise (denn bisher hat ja alles bestens funktioniert) zum Kap der guten Hoffnung. Im Hotel hat man uns gesagt, dass würde gut 30 Minuten brauchen ... und wir haben den "Südafrika-Faktor" von 2,5 vergessen. Also sind wir trotz freier Straßen erst nach 1,5 Stunden da. Der Ausflug hat sich gelohnt und darf wirklich in keinem Kapstad-Aufenthalt fehlen. Wir haben leider nur Zeit zum Leuchtturm zu gehen. Man könnte aber problemlos ein volles Tagesprogramm daraus machen.

Wir fahren dann wieder ins Hotel um von dort aus per Taxi an die Waterfront zu fahren. Zum Glück haben wir die Fahrt zur ehemaligen Gefängnissinsel Robbenisland, auf der unter anderem Nelsson Mandela über 20 Jahre einsaß,

vorgebucht. Ansonsten: keine Chance! Ein wenig blauäugig haben wir uns so vorgestellt, man fährt 15 Minuten rüber, sieht sich eine halbe Stunde um und dann schnell wieder zurück. Aber auch hier gilt der "Südafrika-Faktor"! 45 Minuten für die Bootsfahrt und 2,25 Stunden für eine hochinteressante geführte Tour durch dieses Weltkulturerbe.
Nun schlendern wir noch durch die Waterfront und gönnen uns ein leckeres Abendessen...

Hiermit endet dann unser Südafrika Aufenthalt und morgen früh um 8:00 geht unser Flieger nach Windhoek, der Hauptstadt von Namibia. Wir sind uns nicht so sicher, ob wir da noch an's Internett kommen und verabschieden uns vorsorglich für die nächsten 4 Tage!
Heute morgen haben wir draußen im Garten gefrühstückt, bei natürlich wieder wunderbarem Wetter.

Nach einem kleinen Morgenspaziergang durch Stellenbosch fahren wir nach Kapstad. Hier endet unsere Einsamkeit definitiv. Die Großstadt hat uns wieder. Auch hier zuerst einmal eine kleine Stadtwanderung mit Essen im Park.
Nach einer Ruhepause im Hotel fahren wir abends zur Seilbahn auf den Tafelberg. Nach 45 Minuten anstehen bekommen wir unser Ticket und gondeln nach oben. Es ist eine atemberaubende Aussicht ... und schweinekalt! Eine Flasche Rotwein haben wir dabei, Käse und Brot kaufen wir hier oben. Dann suchen wir uns ein kuscheliges Plätzchen und beobachten mit vielen anderen zusammen den Sonnenuntergang...

Heute morgen machen wir einen Besuch auf einer Straußenfarm. Eigentlich mehr Pflichtprogramm ist es doch interessant. So wird ein Strauß bis zu 80 Jahre alt, ist aber schon mit 6 geschlechtsreif. Neun Monate im Jahr legt "Sie" alle zwei Tage ein Ei, welches dann im Inkubator ausgebrütet wird. Erfolgsrate is 80%. Macht also 74 * 9 * 15 * 0.8 = 8000 kleine Sträußchen!

Heute ist es noch etwas wärmer als Gestern. und für Morgen sin 47°C angesagt...
Nun geht die Fahrt nach Stellenbosch, der bekannten Weinstadt bei Kapstadt. Also wieder eimal ein Tag mit 400km.
Wir wohnen diesmal in einer alten Villa, der Fynbos Villa. Natürlich wieder alleine. Da es dort kein Abendessen gibt haben wir einen Gutschein für das Wijnhus. Dort machen wir vor dem Abendessen noch eine Weinprobe.

Essen ist gut und wir haben die richtige Bettschwere...
Wir stehen früh um 6:00 auf, der Himmel ist strahlend blau. Für heute haben wir eine Whalewatching Tour gebucht. Ziemlich teuer, 500Rand also etwa 40€, wenn kein Wal gesichtet wir etwas weniger.
Schon der Start ist lustig: Am Strand besteigen wir das Boot, etwa 10m lang, und werden dann mit Schwung ans Wasser gefahren. Der Trailer stoppt und das Boot fliegt ins Wasser... geht aber echt klasse!
Nach über einer Stunde Sucherei haben wir dann ein Walpärchen entdeckt. Wir fahren bis auf etwa 20m heran und begleiten es. Ab und an tauchen die beiden ab um nach wenigen Minuten wieder aufzutauchen ... zum Glück nicht direkt unter unserem Boot!

Die Landung ist wie bei den Marines: Mit Volldampf auf den Strand zu und dann draufrutschen..
Nun geht es weiter nach Oudtshoorn, dem Zentrum der Straußenbarone. Was wir da wohl essen werden?
Ja, richtig, nach der Hähnchenrolle gibt es Straußensteak. Schmeckt eigentlich gut, hat aber keinen richtig typischen Eigengeschmack. Dafür ist es aber Fett- und Cholesterolfrei. Fazit: davon darf man so viel essen wie man möchte.
Außer uns ist noch eine andere Familie im "Swartberg Mansion". Da es heute richtig heiß ist (38°C) müssen wir dem Barmann beibringen, wie Alsterwasser gemacht wird. Dann noch etwas im Pool plaschen, mehr Aktivitäten liegen heute nicht drin...
Heute ist unsere Weihnachtsfeier in der Firma ... etwas traurig bin ich schon, dass ich nicht da bin. Aber man kann ja nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Apropos Hochzeit: Meine Schwester heiratet heute! Herzlichen Glückwunsch von hier aus!
Wir werden gleich bei wunderschönem Wetter im Tsitsikama Nationalpark wandern (und schwitzen) gehen
Eben am Wasser angekommen, noch nicht mal richtig ausgestiegen, hat Sylvia den ersten Wal entdeckt! Er schwimmt ca. 150m vor der Küste.
Wir machen uns auf, den ersten Teil des Otter-Trails zu wandern (der ganze Trail dauert 5 Tage). Es ist wunderschön hier. Auch die Campingplätze und Ferienhütten sind toll gelegen.
Der Wal begleitet uns eine ganze Weile bis wir aufgeben. Es ist doch recht schierig zu laufen, nicht so wie auf diesem Bild:

Dann geht es nach Plettenberg in das Whalesong Hotel. Das Hotel ist ein echtes 4* Hotel, gute Lage und guter Service.
Wir entschließen uns zu Fuß in die Stadt zu gehen. Die Schwarzen haben wohl gerade Feierabend und kommen uns zu Scharen entgegen. Wir fühlen uns unwohl, da Ihre Blicke nicht eben freundschaftlich sind, und so nehmen wir uns vor demnächst doch mehr das Auto zu benutzen.
Am Strand ist alles friedlich, außer im "Moby Dick" Hier trinken wir ein Bierchen bei etwa 110dBA Geräuschkulisse...
Ja, nach fast einer Woche "ohne" haben wir heute am Airport von Durban 30 Minuten Internet. Ich stelle die vorbereiteten Zeilen der letzten Tage ein. Für Bilder reicht die Zeit leider nicht.... werden nachgeliefert
Gleich geht der Flieger nach Port Elisabeth, dann noch mal 170km mit dem Wagen in den Tsitsikama Nationalpark. Die nächsten Tage werden hektisch, da wir jeden Tag woanders sein werden. Aber wenn es geht, melden wir uns natürlich...
Ach, und noch was, es ist fürchterlich heiß hier!
Eigentlich wollten wir heute relaxen. Wir fangen vor dem Frühstück damit an, indem wir baden gehen. Beim Frühstück fängt dann ein Bediensteter ein Gespräch mit uns an. Er überzeugt uns, dass wir doch im eigenen Wagen in den Hluhluwe Nationalpark sollten. Also dann, relaxen können wir ja Weihnachten, ferig gemacht, 40er Sonnencreme drauf und los.
Der Park ist landschaftlich sehr schön. Hügel, Täler, Bäche und viel Grün. Nur Tiere, die haben sie wohl vergessen. Dann erscheint Familie Pavian beim Umzug. Nachdem wir irgendwann von den geteerten Wegen auf die Sandpisten umsteigen wird es etwas tierischer. Aber der ganz große Clou bleibt aus. Wir fahren nach drei Stunden wieder zurück. Und dann, kurz vor der Ausfahrt doch noch ein Nashorn und wenige Meter weiter Familie Hippo beim dösen unterm Baum. Doch noch Glück gehabt!
In der Lodge nehmen wir an einer traditional Show teil. Zugegeben touristisch aber sie gibt gute Einblicke in die alten Traditionen. Wir haben es nicht bereut.

Abendessen hat man uns heute in einem Nachbarrestaurant angeboten, da wir immer noch die einzigen Gäste sind. Haben wir auch angenommen, man kommt sich sonst schon komisch vor, wenn mehr Bedienstete um einen herumlaufen als Restaurantbesucher da sind.
Der Abend ist dann aber super. In dieser Lodge ist auch nur ein Päärchen und so freuen wir vier uns, dass man sich unterhalten kann. Am Nachbartisch kommen kurz noch ein paar Bushbabies zum essen vorbei.
Später wird die Unterhaltung am Lagerfeuer weitergeführt. Es ist sehr nett.
Frühstück im Garten, es ist herrlich hier oben. Eigentlich brauche ich es ja nicht zu erwähnen, aber trotzdem: Fortunate hat natürlich alles bestens vorbereitet. Wir sind traurig, daß wir schon wieder abreisen müssen. Wir machen aber noch einen kleinen Abstecher in das tiefer gelegene Camp vom Mlilwane Nationalpark. Dort bekommen wir von einer Touristin den Tip, eine bestimmte Wanderung zu machen. Bei den Krokodilen könnte man ein totes Tier sehen, welches gerade recycled wird. Und etwas weiter dann die Hippos, die gefährlichsten Tiere in Südafrika. Aber die wären weit unterhalb des Weges und somit keine Gefahr. Alles ist wie beschrieben, nur können wir die Krokodile nicht sehen. Auf dem Rückweg im Wagen dann der Schreck: wo wir eben noch spazieren gegangen sind ... geht jetzt ein ausgewachsener Hippo spazieren. Da bekommt man sogar im Auto ein laues Gefühl im Magen.

Die Fahrt verläuft recht normal. Lediglich eine typische Baustelle (Straße gesperrt, das wars) verlangt uns etwas Geduld und extra Kilometer ab. Nach knapp 400km sind wir in unserem neuen Domizil, der Duma Zulu Traditional Lodge in Hluhluwe. Auf den ersten Blick sehr touristisch, auf den zweiten recht interessant, auf den dritten ... sind wir die einzigen Gäste... langsam wird's unangenehm.
Nach einem ruhigen Frühstück fahren wir ab in Richtung Swaziland. Zuerst hatten wir geplant, durch den Krüger Park zu fahren. Aber man hat uns doch überzeugt, dass alleine diese Fahrt 8 Stunden brauchen würde. Also normale Straße.
Beim tanken nicht aufgepasst und der Tankwärter hat seine Zapfsäule nicht zurückgesetzt. Habe ich zwar noch beim Zapfen bemerkt, aber was soll man machen? Nächstesmal besser aufpassen!
Die laut Reisebüro 150km Fahrt beenden wir nach 420km (Plus nochmal 40km wegen Verfahrer) mitten im Nationalpark Mlilwane in Swaziland. Wir übernachten auf Reilly's Rock. Hier sind wir, mittlerweile ja keine Überraschung mehr, die einzigen Gäste! Fortunate, eine Mittzwanzigerin empfängt uns. Sei erklärt uns dann die Lodge. Am Tresen bekommen wir von Fortunate neben einem HANSA-Bier tiefere Einblicke in ihr Leben. Soviel sei verraten: Sie hat es wirklich schwer und ist glücklich! Diese Kombination ist hier nicht selten. In Deutschland würden die meisten wider einmal einen Lokführer unglücklich machen.
Vor dem Abendessen machen wir noch eine Wanderung über das Lodgegelände welches gleichzeitig der innere Mlilwane Nationalpark ist. Hier gibt es neben seltenen Pflanzen auch die Tiere, die weniger dominant sind. Zwei dieser Arten sind regelmäßig an der Lodge: Clifspringer und Bushbabies. Die Bushbabies kann ich dann sogar füttern!
Zum Abendessen bedient uns Fortunate, die auch die Köchin ist. Lecker!
Um 4:30 klingelt der Wecker...oh neh! Aber schwächeln geht jetzt nicht. Kurz nach 5:00 ein Kaffee im stehen, die Kühlbox mit Frühstück in den Kofferraum und schon geht es los. Kurz nach 6:00 sind wir am Gate vom Krüger Nationalpark und treffen unseren Guide Andrew. Er ist ein Leib und Seele Guide. Seit seinem 5 Lebensjahr ist der Busch seine Welt. Städte? Nein, dort möchte er nicht hin. Andere Länder? Nein, da muß er fliegen und die Flughäfen sind in Städten! Neben Andrew sitzt eine junge Frau, die er gerade ausbildet. Aber 30 Jahre Buscherfahrung kann man nicht mal eben ersetzen.
Wir fahren in einem offenen Geländewagen. Nicole von der Kubu Safari Lodge hatte uns geraten, mit dem eigenen Wagen bis zu Gate zu fahren und erst dort umzusteigen. Ein guter Rat! Es ist recht zugig und kühl.
Schon nach wenigen Metern sehen wir die ersten Impalas, mit Nachwuchs. Dann folgen Zebras,Wasserböcke und Kudus (ach, die haben wir gestern Abend gegessen?). Auch Giraffen sind immer wieder zu sehen. Teilweise müssen wir weit fahren um überhaupt ein Tier zu sehen. Die Guides unter sich aber auch die Touristen im eigenen Wagen tauschen bei Begegnungen die neuesten Informationen aus. Elefanten sind die ersten der "Big Five" die wir sehen. Als Besonderheit sogar einen Trupp von 13 Männchen auf Erkundungstour.
Dann der Wasserbüffel. In Thailand ein Nutztier, hier wild und sehr gefährlich. Aus ziemlicher Entfernung erspähen wir dann bald auch Nashörner. Nun haben wir schon drei von den fünfen und es wird schwieriger. Die Guides tauschen sich immer mehr aus. Bis dann die Meldung kommt: "Wir haben sie gesehen, 10km weiter!" Und wahrhaftig, eine Löwenfamilie ist da! Unser besonderes Glück: sie bewegen sich! So können wir sie kurz in voller Größe bewundern, bevor sie sich wieder zur Ruhe legen.
Leider bleibt die Suche nach dem Leoparden erfolglos und so geben wir irgendwann auf, völlig fertig von dem anstrengenden Tag...
Wie gut doch dann ein bisschen planschen im Pool der Lodge tut. In Verbindung mit einem kühlen Windhoek Bier sind wir bald wieder auf dem Damm.
... haben wir im Auto hinter uns. Der Verkehr hier ist sehr angenehm: ganz locker fahren, nur die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h wird selten überschritten.
In unserem Hotel, dem Umbhaba (www.umbhaba.co.za) haben wir eine Wahnsinns-Suite, African Tribal. Das Essen war gut, die Bedienung nicht ganz auf europäischem Stand. Im Moment trinke ich gerade einen "Kamikaze" Cocktail: sehr lecker, sehr stark (bin ich stärker oder er?) und kostet nur knapp 2€..
Dementsprechend allless wweieitere mmorggen
Ja, 15 Minuten vor der Abfahrt hab' ich die Musikanlage im Wintergarten wieder zum laufen .... schließlich müssen die Kindere sich ja wohl fühlen!
Unsere Tochter bringt uns zum Flughafen und wir sitzen jetzt gerade bei einem Gläschen Südafrikanischem Rotwein. In 30 Min uten soll der Flieger abheben ... Zeit also zum Gate zu gehen.
Also bis morgen, so wir Internetverbindung haben....