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RoundTheWorld

Bericht ueber unsere Weltreise 2005 und alles was so folgt...


Samstag, 02. April 2016

Je oller, je toller!

Von w-scharfenberg, 23:09
Anlaß dieser Reise war der Wunsch Carsten in seinem Studienort zu besuchen: L'Aquila. Dumm nur, dass er im Moment in Deutschland sein muß. Natürlich wollen wir die Stadt trotzdem sehen und sind heute morgen hingefahren. Zuerst haben wir dem Haus in dem er wohnt einen Besuch abgestattet. Brandneu und sehr schick... So wie eigentlich alle Häuser ausserhalb der Innenstadt.

Zur Erinnerung: am 6. April 2009 hatte ein Erdbeben die Stadt verwüstet. Die neueren Häuser sind größtenteils so stark beschädigt worden , dass sie komplett ersetzt wurden. Die älteren in der Innenstadt sind stehengeblieben, allerdings sind auch sie stark beschädigt, die allermeisten werden immer noch saniert.

L'Aquila ist die wohl grösste Baustelle die ich kenne. Am besten erhalten war die Basilika di San Bernardino, 15. Jahrhundert und die Burg. Ja, damals hat man noch vernünftig gebaut und nicht Computeroptimiert gespart.

Nach diesem Besuch geht es wieder ab in die Berge, vorbei an unserer Unterkunft und dann zur Burgruine Il Castello di Rocca Calascio. Hoch über dem Gran Sasso gelegen sieht sie unbeschreiblich toll aus... und dann erst der Ausblick: Man muss sich zwicken um zu merken, dass es kein Traum ist!

Heute ist das Restaurant das Ziel. Wir gehe früh hin um dann mehr Zeit in dem Bierlokal zu haben. Das Ambiente ist schön, die Stühle etwas unbequem und es ist richtig voll. Die zwei Kellner schaffen ihr Pensum kaum... für zwei Espresso und das Bezahlen brauchen wir 45 Minuten. So sind wir nach einem mittelmäßigen Essen später als gestern im Lokal. Hier tobt aber heute auch das Leben, ist halt Samstag. Nach einem netten Plausch mit den Tischnachbarn geht unser letzter ganzer Urlaubstag zu Ende.

Freitag, 01. April 2016

Neue Doppelspitze

Von w-scharfenberg, 23:35
Heute ist der große Tag für zwei San Marinesen (oder Marinos?): Sie werden die beiden Capitani Reggenti, die Staatsoberhäupter von San Marino. Entscheiden werden sie für die nächsten sechs Monate über alle Staatsangelegenheiten. Dann kommen die Nächsten. Wir sehen uns das Geschehen an.

Im Anschluß fahren wir nach Rimini. Hier ist noch nichts los. Also fällt es leicht weiterzufahren. Ziel ist jetzt L'Aquila, zunächst über die supergute Autobahn, dann über schöne Bergstrecken. Die Berge sind schneebedeckt! Was für Unterschiede! In einer Bar legen wir eine Pause ein und buchen die nächste Unterkunft: Residenza La Torre in Santo Stefano di Sessario... Die Navi scheitert, die Adresse ist nicht bekannt. Claudia, die Chefin, gibt uns eine weitere Adresse... wieder Fehlanzeige. Nun verabreden wir uns an der Hauptstraße und wir fahren gemeinsam zur Unterkunft. Die Sache wird jetzt klar: Santo Stefano di Sessario ist ein richtig alter Ort. Von ehemals 1500 Einwohnern hat er sich über Jahrzehnte auf 200 reduziert. Alles ist geblieben wie es damals war, Autotauglich ist vielleicht jede 10. Gasse, der Rest ist nur zu Fuß über unzählige Stufen erreichbar. Daher sind die Straßennamen in der Navi nicht enthalten. Das Hotel besteht aus der Rezeption und fünf im Ort verteilten Quartieren. Unsere Unterkunft hat zwei Etagen, unten die Küche mit allem was wir brauchen (inklusive dem Frühstück für morgen), oben sind Bad und Schlafzimmer. Für uns ein Traum!

Abendessen gibt es in einer einfachen Trattoria, keine riesige Auswahl aber lecker und authentisch. Gleich daneben dann ein Lokal in dem wir Hausgebrautes Bier bekommen. Als das Einzige andere Pärchen geht sehen wir uns mit dem Wirtspaar ein Video an: Es zeigt den gerade gegangenen Musiker bei seinem Violin-Konzert in Korea. Obwohl nur ein Video müssen wir spontan Beifall klatsche, ein wahnsinnsgeiger! Wären wir nur etwas eher gekommen hätten wir ihn hier life erleben können ... Schade