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RoundTheWorld

Bericht ueber unsere Weltreise 2005 und alles was so folgt...


Freitag, 29. Juli 2011

Welten treffen aufeinander

Von w-scharfenberg, 21:42

Vor ein paar Tagen hat Sylvia sich an Bickbeer-Pfannkuchen herangewagt. Aber mit Kleie an Stelle von Mehl war das Ergebniss... ich sag' mal: nicht so toll...

 Heute sollte der zweite Anlauf starten... mit Mehl. Leider fing es genau in dem Moment an zu regnen, als Sylvia zum Bickbeer pflücken los wollte. Alternative: Himbeer-Pfannkuchen, denn Himbeeren haben wir direkt am Haus. Lecker! Wiederholungsgefahr 100%.

Doch nun wird Sylvia übermütig.Als nächstes folgt ein Himbeer-Banane-Pfannkuchen. Der schwedisch Wald trifft Mittelamerika. Das ist ja schon fast Sterne-würdig!

 Ich beende die Stallfensteraktion und räume schon einmal auf. Der letzte Urlaubstag ist vorbei, schluchz!

 

Donnerstag, 28. Juli 2011

Wir haben einen Vogel...

Von w-scharfenberg, 19:16

Ja, es stimmt wirklich... wir haben einen Vogel... er ist praktisch immer hier auf dem Grundstück und wir wissen nicht einmal wie er heißt. Kann uns ein ornithologisch begabter Leser weiterhelfen? Anbei ein Foto, Größe etwa wie eine Amsel nur schlanker

 

 

Dienstag, 26. Juli 2011

WLAN im Wald

Von w-scharfenberg, 23:44

So langsam zieht High Tech bei uns ein. Nach einigen Fehlschlägen funktioniert jetzt das WLAN-Netz hier... trotz gekappter Telefonleitung durch einen auf der Leitung liegenden Baum, trotz nicht vorhandener Stromversorgung und trotz einer Netzabdeckung die selbst das Telefonieren nur mit Unterbrechungen zuläßt. Gewinnt Wolfgang den Kampf gegen die Tücken der Technik? Die Chancen sind wieder gestiegen.

Nach unserer Wanderung von gestern sind wir wieder fit. Die Füße haben keine Blasen bekommen und die Anzahl der Insektenstiche ist überschaubar.

Ein Einkaufsbummel durch Vimmerby hat uns der Zivilisation näher gebracht und unsere Vorräte, besonders an Marabou-Schokolade sind vorläufig gedeckt.

Mit Sabine und Peter waren wir im Malilian essen. Die längste Zeit waren nur zwei Serviererinnen anwesend. Es standen mehr Leute in der Schlange für Plätze und Bestellannahme als an den Tischen saßen. einige mussten über 30 min warten...und das ohne murren. Die Schweden sind halt keine Deutschen! Wir haben uns sehr schön unterhalten und es war ein netter Abend.

Montag, 25. Juli 2011

Zu Fuß am Fluss

Von w-scharfenberg, 19:02

Da Wetter ist toll! An Stelle von einkaufen gehen entscheiden wir uns für eine Wanderung an unserem Fluß. Mit dem Auto fahren wir zum nächsten See und wollen dann am Fluss entlang bis zu unserem Haus. Das Problem dabei: es gibt keinen Weg, dafür aber etwas Moor und einige Überquerungen von Nebenbächen. Wer so etwas noch nicht  (in Schweden) gemacht hat wird denken: "na und?" Wir sind jedoch gespannt und nehmen die Survivalausrüstung mit...

Der "Weg" führt vorbei an Ameisenhügeln,

...durch hohes Farnkraut...

...und auch durch den Fluss

 

Wir sind heil angekommen! Luftlinie 5,3 km, real vielleicht 7 km, Durchschnittsgeschwindigkeit 1,4 km/h. Man sieht, es war nicht eben eine Rennstrecke.

Bilder? Haben wir, gibt's aber nur wenn wir auch mal Kommentare bekommen. Wenn's niemand liest sparen wir uns die Arbeit. So, nun sind auch die Bilder da!

Sonntag, 24. Juli 2011

Faul

Von w-scharfenberg, 11:37

Ich glaub' wir werden nun doch langsam alt! Wir gehen früh zu Bett und stehen zum gerechten Ausgleich spät auf. Keine 8-Stunden-Wanderungen sondern höchstens mal 1 Stunde. In der Sonne liegen, Bücher lesen (Sylvia amüsiert sich gerade über ihre "Dienstagsfrauen"), Käffchen trinken. Eigentlich fehlen nur noch die Arztbesuche zum lesen von Autobild / Frau im Spiegel.

Na ja, dann ist bei mir allerdings noch die Renovierung der Stallfenster angesagt. Aber auch hier gilt: Faul! In diesem Fall leider nicht ich sondern das Holz... Da werde ich wohl etwas pfuschen müssen.

Gleich geht es dann noch zum "Loppis", einem Trödelmarkt. Das gehört für mich zu Schweden genauso wie Lakritzeis und Marabou Daimschokolade...

Zum Schluss noch ein Tip an unsere Kollegen: Immer schön fleißig sein! 

Freitag, 22. Juli 2011

Donnerwetter!

Von w-scharfenberg, 14:28

Wie man an der übersichtlichen Anzahl meiner Einträge sieht scheinen die erwähnten Tücken der Rechnik auf einen Punktsieg gegen Wolfgang zuzugehen. Aber vielleicht siege ich ja noch durch technisches KO ?!?

Hab' mich derweil auf eine besser beherrschbare Technik eingeschossen: renovierung der Stallfenster. Hier hatten vor Jahren liebe Mitmenschen zielschießen mittels Luftgewehr betrieben. Nach 88 Jahren ist eine Renovierung eh überfällig und ... es bringt sogar Spaß.

Das Wetter ist launisch. Sonne und Regen wechseln sich ab und wir leben einfach danach.Sylvia liest, ich bastele und dann fahren wir mal wieder gemeinsam Fahrrad oder gehen wandern. Aber die letzte Nacht war im wahrsten Sinn des Wortes ein Knaller: über mindestens eine Stunde tobte über uns ein Höhengewitter wie ich es noch nicht erlebt habe. Mindestens ei Blitz alle 5 Sekunden. Blitz und Donner ließen sich nicht meht zueinander zuordnen, ja, eigentlich war es nur ein Dauerdonner und etwas Flackernde Beleuchtung. Wären die Blitze alle zum Boden gerichtet gewesen... wir hätten echte Angst gehabt. Schließlich bin ich dann doch eingeschlafen und Sylvia hat das Finale abgewartet.

Im Moment sitzen wir draußen bei 22° und Sonnenschein beim Essen.

Montag, 18. Juli 2011

Wolfgaaaaaang gegen Tückeeen der Techchniiiiik

Von w-scharfenberg, 19:42

Der Kampf ist voll entbrannt... noch ist der Punktestand eher zu Gunsten der Tücken der Technik... doch Wolfgang holt zu einem mächtigen Schlag aus....

Aber hier die kurze Schilderung der vergangenen Runden

Samstag, 18:00 in Schweden angekommen. Das Festnetztelefon funktioniert nicht. Verbindung geprüft: keine Signale von der Außenwelt da. Aber das Handy funktioniert.... zeitweise. Die schwedischen Handies sind leider von Telia wg. Nichtnutzung abgeklemmt

Sonntag: Surfstick COMVIC hat keine Verbindung, Surfstick TELIA ist leer, Surfstick "3" bekommt  (Dank Bratpfannentechnik) Verbindung für kurze Zeit aber ein Windows-Update verbrät die letzten Kontingente. "3" bietet an über Kreditkarte aufzuladen. Leider benötigen sie die Telefonnummer des Sticks... und die ist nicht dokumentiert...

Montag: Im Expertgeschäft Aufladecoupons und Telefonnummer herausbekommen, ausprobiert, OK! Zurück im Haus wehrt sich das Internet mit schlechter Verbindung... Aber Wolfgang hat eine neue externe Antenn in der Hinterhand. Punkt für Wolfgang!

Ansonsten alles i.O, Fortsetzung folgt (wenn die Tücken der Technik nicht noch einmal zurückschlagen).

Mittlerweile ist der Himmel blau und wir gehen an den See. Sylvia hat uns Erdbeeren eingezuckert und so werden wir an den Erdbeeren und die Mücken an uns naschen

 

Samstag, 07. Mai 2011

Zum Abschluss noch ein kleines Extra

Von w-scharfenberg, 22:25
Schon wieder früh aufstehen... heute um 3:45. Eine Stunde später ziehen wir die Tür der Wohnung (sehr empfehlenswert, vermittelt von www.lust-auf-verreisen.de) hinter uns zu. Unten wartet das Taxi auf uns und bringt uns entspannt zum Flughafen. Alles läuft normal... nur die Maschine will einfach nicht starten. Der Pilot erzählt etwas von Papieren die nicht fertig sind. Typisch italienisch denke ich. Dann mit einer halben Stunde Verspätung los. Da in München nur 50 Minuten für das Umsteigen geplant sind verabschiede ich mich geistig schon einmal von unserem Gepäck.
In München beeilen wir uns und sind gerade rechtzeitig zum Boarding am Gate. Wir klettern in den Flieger... aber was ist das? Da sitzen ja Leute auf unseren Plätzen! Ich frage nach und die Stewardess sagt barsch ich soll irgendeinen Platz nehmen, ich hätte ja wohl mitbekommen was los ist. Hab' ich nicht! Wir suchen uns jeder ein kuscheliges Mittelplätzchen. Der Pilot meldet sich und erzählt er hätte gerade mit Brüssel telefoniert. Die rufen zurück wenn wir starten dürfen !?!? Meine Sitznachbarn klären mich auf: Weltweit sind die Rechner der Airlines zusammengebrochen und müssen nun alle neu gestartet werden. Und so lange starten die Flieger eben eher ungeplant, sind Sitzplatzreservierungen verloren und so weiter.
Oops, das Telefon klingelt, der Pilot gibt Gas und in Rekordzeit sind wir in der Luft. In Hamburg dann die Überraschung: sogar das Gepäck ist da!
Für mich geht es jetzt schnurstracks ins Krankenhaus nach Winsen. Was für ein Unterschied zu Italien! Gut ausgeschildert, bequeme Stühle, Sonnenlicht und schneller und kompetenter Service. Wie gerne ich da die 10 € Praxisgebühr bezahle!
Diagnose: Wie erwartet Gürtelrose. Der Artzt holt die Sprechstundenhilfe dazu: so eine schöne Gürtelrose haben beide noch nie gesehen. Nach 20 min bin ich mit Rezept und Diagnose wieder draußen, dazu ein Stadtplan mit diensthabender Apotheke...Hier werden Sie geholfen!

Freitag, 06. Mai 2011

Generalstreik

Von w-scharfenberg, 19:04

Schön ausschlafen, ruhig frühstücken, alles soll entspannt sein am letzten Urlaubstag. Wir wollen nach Ostia. Ähnlich Pompeji soll man hier den alten Hafen in gutem Erhaltungszustand ausgegraben haben. Danach ein wenig zum Strand, flanieren, Eis essen. So war der Plan. War! Frau Luttazi hatte es uns schon gesagt... und wir hatten es vergessen. Heute ist Generalstreik. Schluß mit Pompeji!

Es muss ein Ersatzplan her. Und bei den vielen Möglichkeiten die Rom bietet ist das nicht zu schwierig.

Zunächst, natürlich zu Fuß, geht es in die Engelsburg. Wieder einmal sehen wir das Panorama Roms aus einer neuen Richtung. Und wieder ist es schön. Da wir nun schon einiges gesehen haben erkennen wir fas alle Größeren Gebäude.


In der Engelsburg ist natürlich auch ein Museum, viel kleiner als das Vatikanische aber zum nur mal eben durchstreifen gefällt es uns besser. Wie schon gesagt, wir sind wohl Kulturbanausen.

Dann folgen wir unserer Reiseführerrout Nr. 1 in umgekehrter Richtung. Highlight auf jeden Fall die Piazza Navona

Am Parlament vorbei geht es zu der angeblich besten Eisdiele Italiens. Mein Eis ist auf jeden Fall das größte meines Lebens. Dafür aber schwierig zu essen und nur mäßig gut. Da Berlusconi hier auch verkehrt komme ich zu dem Schluß, das der sich wohl hauptsächlich von Äußerlichkeiten lenken läßt... Ist wohl kein Mann für das Feine...


Da ich immer noch nicht fit bin marschiere ich heimwärts und überlasse die drei Anderen ihrem, hoffentlich angenehmen, Schicksal.

Donnerstag, 05. Mai 2011

Getrennte Wege

Von w-scharfenberg, 21:28

Zunächst gehen wir noch gemeinsam, wieder früh, zum Vatikan. Da wir keine Lust auf langes Warten haben sind wir um 8:30 dort. Ohne anzustehen betreten wir den Petersdom. Um diese Zeit kann man ruhig durch diese riesige Kirche schlendern und staunen. Im Mittelgang sind Markierungen angebracht die die Größe anderer Kirchen anzeigen... da sieht der Kölner Dom schon recht klein aus.


Nun geht es aufwärts auf die Kuppel. Hier oben hat man einen wirklich fantastischen Ausblick. Leider blendet die Sonne gerade bei den interessanten Richtungen, so dass die Fotos nicht wirklich gut werden

Und nun trennen sich unsere Wege zum ersten Mal. Ich verlasse die Gruppe und gehe zum Krankenhaus in die Notaufnahme. Seit Tagen habe ich einen Ausschlag der sich immer weiter ausdehnt. Die Apothekerin meinte, es sehe richtig schlecht aus und ich soll ins Hospital. Eine neue Lebenserfahrung. Ich kämpfe mich durch, werde innerhalb von 15 Minuten erfasst... und verlasse die Notaufnahme nach 4 Stunden ohne weitere Behandlung. Näheres möchte ich gar nicht schildern nur so viel: wer in Italien wirklich krank ist sollte überlegen nach Hause zu fliegen so lange es noch geht.

Dank Internet bin ich zu der Meinung gelangt ich habe eine Gürtelrose amHals und Schulter. Sieht sch... aus. Mit  Behandlungshinweisen aus dem Internet stelle ich mir eine kleine Medikamentensammlung zusammen und hoffe, dass ich bis Sonnabend Morgen aushalte.

Wir treffen uns alle 4 im Apartment und essen ein paar Kleinigkeiten. Und dann trennen wir uns schon wieder Angelika und Tibor machen eine Wanderung zur Tiberinsel. Sylvia und ich gehen zunächst einkaufen, jeder ein neues Outfit, denn wir sind eingeladen. Der Präsident der Republik Italien gibt zum 6. Papstjubiläum ein Konzert. Da können wir einfach nicht fehlen, wäre ja nicht nett den Gastgebern gegenüber

Das Konzert findet in der Audienzhalle des Vatikans statt. Sie ist gigantisch. Wir haben einen ganz passablen Platz ca. in der Mitte. Trotzdem kann man Gesichter nicht erkennen die vorne auf der Bühne sind. Vivaldi und Rossini werden vom römischen Staatsorchester gespielt.


Nun noch ein wenig essen. Um 22:00 sind wir in den Betten

 

Mittwoch, 04. Mai 2011

Audienz beim Papst

Von w-scharfenberg, 21:06

Wieder einmal heißt es: früh aufstehen! Wir haben eine Audienz beim Papst. Um 10:30 fängt sie an. So entscheiden wir uns um 8:30 dort zu sein.Am ersten Zugang ist eine lange Schlange. Am zweiten Eingang dito. Da sehen wir den dritten Eingang, Schlange kürzer und der Einlaß beginnt. So schaffen wir es in die achte Reihe direkt am Zentralzugang!

Nun heißt es zwei Stunden warten. Und es erweist sich wieder einmal: frühes Erscheinen sichert gute Plätze! Der Papst fährt langsam direkt an uns vorbei, Zeit sogar, Augenkontakt herzustellen!

Die Predigt wird in diverse Sprachen übersetzt und jeweild die Gruppen der dazugehörigen Länder aufgerufen. Viele Gruppen jubeln, einige singen und eine wird nicht aufgerufen: wir! Also nächstes Mal mit Bezeichnung der Gemeinde anmelden.

Nachmittags gehen wir ins Vatikanische Museum, das größte Museum der Welt. Man wird quasi erschlagen von unendlichen Mengen von hauptsächlich altertümlicher Kunsgegenständen, Skulpturen, Gobbelins, verzierten Räume und und und. Wir sind Kulturbanausen und finden die Cafeteria am Besten.

 

Dienstag, 03. Mai 2011

Wir haben voll den Überblick

Von w-scharfenberg, 22:08

Der Tag beginnt... ohne Wecker! Nach einem ausgiebigen Frühstück fangen wir an den Tag zu planen... und entscheiden uns für einen relaxten Tag innerhalb Roms mit den letzten großen Sehenswürdigkeiten. Es beginnt mit einem Fußweg auf den Monte Gianicolo. Das ist der Höhenzug zwischen Vatikan und Trastevere.  Durch eine Fehldeutung der Landkarte gelingt es mir an der gesamten Außenmauer entlangzulaufen ohne in den Park zu gelangen. Erst auf der Seite von Trastevere kommen wir in den Park. Von hier aus haben wir einen perfekten Überblick über Rom... und stellen fest dass wir ziemlich viel erwandert haben. Nun ist es auch schon Zeit uns zu reanimieren. Auf Tibors anraten haben wir die Regenschirme durch Wein ausgetauscht.  Auch Käse und Brot fehlen nicht. So stärken wir uns und ruhen ein wenig.

Nun geht es wieder bergab. Unsere Wege trennen sich, da ich etwas Probleme habe und ruhen will. Die drei Musketiere hingegen holen die Tickets für unsere morgige Papstaudienz ab. Dann gehen sie weiter zur Piazza della Popolo. Dort treffen wir uns später wieder und erklimmen den Hang zur Villa Borghese. Von hier haben wir dann einen herrlichen Überblick von der anderen Seite der Stadt. Damit wir das auch ausreichen genießen hält uns ein länger andauernder Regenschauer fest.

Auf dem Weg heimwärts kehren wir in der Pizzeria neben unserem Haus ein. Alles ust sehr lecker und preiswert. Nur der Hauswein für 4  €/l ist nicht wirklich nett.

 

Montag, 02. Mai 2011

Das antike Rom

Von w-scharfenberg, 22:19

Heute klingelt der Wecker später, erst um 8 Uhr. Trotzdem könnte ich nach dem Frühstück gleich wieder schlafen. Aber schwächeln ist nicht!

Um 12 Uhr fahren wir mit der Metro zum Kolloseum. Hier versorgen wir uns mit Essen und trinken... eine weniger schlaue Tat. Schlecht und teuer. Eine 0,5 l Flasche Wasser kostet 1,80. Aus den Strassenquellen sprudelt dauernd gutes Wasser zu Nulltarif. Dazugelernt!

Es erwartet uns schon unsere Reiseführerin, Frau Dr. Stefania Luttazi. Sylvia kannte sie schon von ihrem letzten Aufenthalt in Rom und so haben wir sie heute für drei Stunden gebeten unsere Führerin zu sein.

Die Tour beginnt im Kolosseum wo wir viele uns neue Tatsachen erfahren, So war zum Beispiel schon damals der Besuch zu den Spielen kostenfrei für Besucher. Auch konnte diese riesige Arena mit ihren 50000 Plätzen mit einemSonnensegel abgeschattet werden. Für die Besucher gab es 80 Eingänge, schnelles, sicheres Betreten und Verlassen war gewährleistet. Man fragt sich: wo ist denn bloss der Fortschritt der letzten 2000 Jahre geblieben?

 

Weiter geht es zum Forum Romanum. Das habe ich bisher immer abwertend die "alten Steine" genannt. Aber auch hier erklärt Frau Luttazi so anschaulich, dass hier quasi die antike Welt aufersteht.

Zum Abschluß gehen wir auf die Dachterasse des kapitolinischen Museums. Ein herrlicher Ausblick ohne Eintrittsgeld.

Wer eine Führerin durch Rom braucht die perfektes Deutsch spricht und keine Frage unbeantwortet läßt hier ihre Website:

http://www.romart-tours.com

Da wir nun schon einmal in der Stadt sind schließen wir noch ein paar Lücken: Fontana die Trevi und spanische Treppen

Ich kenne den Trevi-Brunnen schon seit über 35 Jahren... er ist wunderschön... und das wissen einfach zu viele Menschen ;-)

Auf dem kurzen Weg zur spanischen Treppe fängt es an zu nieseln aber das stört uns nicht so sehr. Viel mehr stören die indischen Regenschirmverkäufer. Die sind so hohl, dass sie jedem ihre Schirme anbieten, auch denen die bereits einen Schir aufgespannt haben.

Eine wohl polnische Jugendgruppe hat die Mitte der Treppe "besetzt" und singt einige Lieder. Dieses gibt eine besonders schöne Stimmung.

Auf Anraten von Frau Luttazi essen wir ganz in der Nähe im Ottello zu Abend. Wir sind um 6:50 dort und werden noch nicht einmal bedient weil es zu früh ist. Um 7:10 ist kein Platz mehr frei! Gutes Essen mit mittelprächtiger Bedienung.

Zu Fuß geht es heimwärts und ich schlafe fast am Tisch ein...

Sonntag, 01. Mai 2011

Ja, wo laufen sie denn?

Von w-scharfenberg, 22:56

Heute ist also die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. Wir wollen die Chance nutzen dabei zu sein. Aber wo ist dabei? An den Petersdom kommen wir nicht mehr heran, Vor den Monitorwänden ist auch kein vernünftiger Stehplatz mehr vorhanden. Und nur in einer Menschenmenge herumzustehen erscheint uns dann doch nicht so attraktiv.
Neue Entscheidung: der alte Plan tritt wieder in Kraft, die Via Appia Antica. Das ist die älteste Staße Roms die
hinausführt aus der Stadt. Hier sind die Katakomben, Mausolee, Villen und Natur. Und Sonntags gibt es hier sogar etwas Ruhe da der Kfz-Verkehr nur auf Anwohner beschränkt ist.

Mit der Metro müssen wir 11 Stationen fahren. Das ist aber auch nicht so einfach. Auch hier Menschenmassen die sich durch die U-Bahnanlagen und -Zugängen gut kanalisiert drängen. Wirklich, die Organisation einer solchen Massenveranstaltung läuft hier besser als in Deutschland denkbar.
Wir steigen aus der U-Bahn und sind plötzlich unter Römern. Es gibt keine Touristen. Dafür aber geöffnete "Alimentaries",
Lebensmittellädchen wie wir si in Deutschland vor über 50 Jahren hatten. Auf Wohnzimmergröße kann man fast alles kaufen was für den täglichen Gebrauch nötig ist. Wir kaufen Wasser.
Nach 2 km erreichen wir das alte Stadttor von dem aus es rausgeht aus der Stadt. Selbst die wenigen Autos die heute hier
fahren nerven ein wenig. Unter der Woche wohl eher weniger zu empfehlen. Es ist heiß heute, blauer Himmel und ein paar weiße Wolken für die Fotos. Nach etwa einem Kilometer kommen wir zu einem Fahrradverleih. Eigentlich war der Plan, dass wir uns welche mieten und damit schneller vorankommen. Durch unser spätes Loskommen haben wir nun allerdings 12 Uhr. Zwischen 12 und 14 Uhr haben die Katakomben Mittagsruhe, Geschwindigkeit ist derzeit nicht gefragt. Wir entscheiden uns, uns hier lieber mit Speis' und Trank zu stärken und dann weiter per Pedes zu marschieren. Wieder Erwarten ist die Bedienung sehr nett und der Imbiss durchaus günstig.
Da die einzelnen Katakomben keine großartigen Unterschiede aufweisen marschieren wir nach Domitilla. Die Anlage ist
sympatisch und nicht so überlaufen. Da nicht so viele Deutsche hier sind kommen wir erst mit der dritten Gruppe herein... genauer gesagt sind wir die dritte Gruppe. Ein sehr sympatischer älterer Herr von den Steirer Missionaren (denen gehört die Anlage) führt uns.

Wieder oben angekommen führen wir unsere Wanderung fort. Es sind zwar einige Menschen hier aber von überlaufen kann man wirklich nicht sprechen. Nach knapp 4 Kilometern auf der Via Appia Antica biegen wir links ab und haben dann noch gut 2 km bis zur Metrostation. Von der lassen wir uns erschöpft nach Hause bringen. An unserer Metrostation scheint der Trubel in den letzten Zügen zu liegen. Das Rote Kreutz baut die Rettungszelte ab, die Reinigungstruppen sind voll beim Aufräumen und die Massen lichten sich. Motiviert durch den Alimentari von heute Morgen suchen wir noch einmal nach einem Ebenbild hier bei uns... und finden es. Brot, Wasser, Wein... alles da! In unserem Apartment machen wir eine kurze Pause.
Das Abendessen bekommt nur die Note 4-, so eine Pizza bekommt man sicher auch in minderguten Pizzerien auf der ganzen Welt.
Dann noch ein Ausflug zum Petersplatz. Hier ist es zwar noch voll aber durchaus überschaubar. Eine Menschenschlange bewegt sich langsam zum Eingang des Petersdomes. Der Sarg von Johannes Paul steht hier für diese Nacht aufgebahrt. Alle wollen sich noch einmal verabschieden. Wir bekommen Zugang zum Platz und geniessen die Atmosphäre.
Da wir ja nun trainiert sind entscheiden wir uns noch für einen letzten Spaziergang: wir wollen noch mal eben den Vatikan
umrunden. Es ist weiter als gedacht aber wir schaffen die Staatsumrundung dennoch.

Samstag, 30. April 2011

Rom im Papsttaumel

Von w-scharfenberg, 22:31

Als wir unseren Urlaub hier buchten hatten wir noch keine Ahnung von dem, was uns erwarten würde. Morgen, am 1.Mai, wird der verstorbene Papst Johannes Paul II selig gesprochen. Und das hat Auswirkungen: in der Stadt sind ca. 500.000 Extratouristen, hauptsächlich natürlich aus Polen. Auf den Straßen marschieren Gruppen von Gläubigen hinter Ihren jeweiligen Fahnen hin und her, die ganze Gegend um den Vatikan ist in Aufruhr... und wir mittendrin! Da unser Apartment nur wenige hundert Meter vom Vatikan entfernt ist kann man sich da leicht mitreißen lassen

Dennoch machen wir einen ersten Rundgang durch Rom. Natürlich starten wir auf dem Petersplatz und gehen dann herunter zum Tiber (Tevere). Von hier zur nahe gelegenen Engelsburg und dann über die Engelsbrücke zur anderen Flußseite. Wir entschließen uns für den fast vergessenen Weg unten am Fluß entlang. Keine Menschen, keine Hektik! Nach vielleicht 2 km überqueren wir den "Tevere" um nach Trastevere (Gegenüber vom Tevere) zu kommen. Dieses ist ein gemütlicher Stadtteil mit Unmengen von Kneipen, Restaurants und Bars. Und natürlich Touris. In der Kirche Sta. Maria di Trastevere machen wir einen kurzen Besinnungshalt.

Nun besinnen wir uns darauf, dass wir heute noch nichts richtiges gegessen haben. Leider ist es mittlerweile 15:30 und die vielen Restaurants... haben Pause. So lassen wir uns dann ein belegtes Fladenbrot machen. Das ist lecker, wir sind satt und es fängt an zu regnen. Na Klasse!

Dank Regenschirmen und -Jacken sind wir aber nicht kleinzukriegen. Weiter durch die Gassen von Trastevere dann über den Fluss zum "Mund der Wahrheit". Dort allerdings verhindert eine lange Menschenschlange dass wir zum Beweis unserer Redlichkeit unsere Hände dort in den Mund legen. Sollten wir dann doch gelogen haben wären sie unweigerlich ab!

Es geht bergan zum Circolo Massimo. Hier steigt heute Abend eine Fernsehshow über Papst Johannes Paul II. Selten haben wir so viel Technik, Kameras, Journalisten...und Klos gesehen!

Nun sind es auch nur noch wenige Meter bis zum Kollosseum. Da Wochenende ist ist eine Versammlung von Brautpaaren die alle die schönsten Hochzeitsfotos der Welt von sich wollen.

Am Forum Romanum vorbei tingeln wir weiter. Als nächstes erreichen wir das Monument zu Ehren von Vittorio Emanuele, auch genannt die Schreibmaschine.

Langsam sind die Füße rund und wir wollen nach Hause. Aber da ist ja noch das Pantheon. Also nehmen wir das auch noch mit. Früher kam mir das Pantheon, das älteste benutzte Gebäude Roms von 27 v.Chr, dunkel vor. Doch nun ist es beleuchtet und wirklich schön.

Auf dem Weg nach Hause finden wir dann auch ein gutes Restaurant mit freundlicher Bedienung. Essen, Wein und Ruhe tun uns gut und wir sind gewappnet für die letzten 1000 m zur Wohnung. Aber das wird nichts. Sperrungen, Umwege, Pilger Bildschirme mit Informationen rund um den Papst... ads alles hält uns weiter auf. Als wir irgendwann gegen 22:00 h ankommen sind wir einfach nur geschafft.

Fliegen vor dem Aufstehen

Von w-scharfenberg, 08:42

Um 4:30 stehen unsere Freunde Angelika und Tibor vor der Tür... so richtig wach sind wir noch nicht. Egal, es geht los... nach Rom.

Der erste Flug fängt schon einmal nett an... nach wenigen Metern bleiben wir stehen... die Lenkung funktioniert nicht. Kleine Repa und mit 30 min Verspätung geht es weiter. Nun sind wir in München und warten eas als Nächstes passiert.

Der Flieger von München nach Rom erlebte dann einen Absturz... beim öffnen der Gepäckklappen stürzte meine Kamera ca, 1,6 m in die Tiefe. Dank guter Tasche scheint sie aber überlebt zu haben.

Wir sind in unserem Appartment angekommen, es ist sehr schön... anders als das Wetter: wir haben hamburger Schmuddelwetter. Trotz dem werden wir gleich unsere erste Runde drehen.

Montag, 25. April 2011

Neue Etappe auf dem Jakobsweg

Von w-scharfenberg, 18:13
Nachdem ich schon einmal "Das Wandern ist der Scharfis Lust" getitelt hatte heute eine neue Etappe: Der Jakobsweg von Hamburg Zentrum nach Hittfeld ist heue eingeweiht worden. Er ist der nördliche Anschluss an den ca. 200 km lange schon bestehenden Jakobsweg von Hittfeld in Richtung Süden.
Mit Frau und Tochter und am Anfang ca. 50 Mitwanderern ging es in der St. Jacobi-Hauptkirche in Hamburg um 9:00 Uhr los. Über die Strecke wurden es dann immer mehr Mitwanderer. Das Wetter war einfach "göttlich"... leider so sehr das ein drohender Sonnenbrand mich in Harburg zum Abbruch bewog. Mona war auch ein wenig Fusskrank... Sylvia dagegen hat nicht aufgegeben und damit gehen Spiel, Satz und Sieg an sie!
Weiteres gibt es unter:
http://www.han-online.de/Harburg-Land/article70166/Von-Hamburg-nach-Hittfeld-wandern.html

Samstag, 23. April 2011

Nach Hause surfen

Von w-scharfenberg, 11:23

Punkt 6:00 klingelt der Wecker. Frühstück in Ruhe und dann packen, sauber machen, verschließen... schließlich ist es 10:10 als wir loskommen.

Mona fährt, ich surfe. Das 3G- Netz ist in Schweden gut ausgebaut. In einigen Orten haben sie schon das 4G-Netz. Ich meine das geht bis zu 50 MBit/s. Mal sehen ob ich Webcams der vor uns liegenden Strecke, insbesondere der Fährhäfen finde...

 

Freitag, 22. April 2011

Der Wein ist aus, wir fahr'n nach Haus'

Von w-scharfenberg, 22:31

So schlimm wie im Titel ist es nicht.... aber wir haben uns entschlossen Ostern in Deutschland zu begehen. Also heute gepackt und die Abfahrt vorbereitet. Morgen um sechs Uhr geht der Wecker ...und danach wir.

Heute habe ich das erste ;Mal in diesem Urlaub ein Spiel gegen Mona gewonnen... gleichzeitig auch das Letzte in diesem UIrlaub. Im "Verrückten Labyrinth" war ich ziemlich chancenlos und bei "Take it Easy" war es nicht immer leicht es leicht zu nehmen...

Das War's dann also von hier. Wer uns treffen möchte: Morgen um 19:30 beim Ohlendorfer Osterfeuer... wir freuen uns!

 

Donnerstag, 21. April 2011

Bratpfannenfunk

Von w-scharfenberg, 08:17

Die Technik spielt mir nach wie vor Streiche. Eigentlich wollte ich hier in der Einöde ein WLAN-Netz aufbauen. Aber was ich auch versuche:  ich bin nicht richtig auf Empfang. Hab' mittlerweile einen neuen Surfstick (Nummer 5) mit Anschluss für externe Antenne, eine Yagi-Antenne für GSM-Netze usw. Am besten funktioniert derzeit meine Bratpfannenantenne. Surfe schon seit 15 Minuten stabil... das ist neuer Rekord.

So, nun ist Mona wach und ich werde ein paar Eier und Speck in die Pfanne hauen. Das gibt ein fürstliches Frühstück!

Dienstag, 19. April 2011

Schweden im April: Wetter wie ich's will!

Von w-scharfenberg, 11:13

Nach acht Monaten Abwesenheit bin ich endlich wieder in Schweden!  Mona hat mich dieses Mal begleitet. Hier ist alles OK. Keine Mäuse, keine Einbrecher, die Technik funktioniert auf Anhieb... mit einer Einschränkung: Kommunikation zur Außenwelt geht nicht. Das Festnetztelefon ist tot, schwedische Handykarte abgeschaltet weil zu lange nicht benutzt, Internet im Haus auch nicht möglich. Es bleibt das deutsche Handy und surfen am See. Naja, andere surfen im See, also ist das ja nicht zu ungewöhnlich...

Ein Problem haben wir trotzdem: wir haben keinen Sonnenschutz dabei! Und der wäre bitter nötig. Strahlend blauer Himmel, 20° im Schatten, das ist ziemlich perfekt. Nur die Wassertemperatur läßt mit 6° ein wenig zu wünsche übrig.

 

Dienstag, 01. Februar 2011

Walbeck: bei uns nicht "Erste Wahl"

Von w-scharfenberg, 23:03

Zusammen mit meinem Kollegen Malte bin ich gestern in Walbeck angekommen um einen alten Webstuhl zu reparieren. Der Fehler war relativ schnell lokalisiert: der Bedien-PC, auch in die Jahre gekommen, spinnt ab und zu. So fahren wir zu einer Stippvisite in die Niederlande nach Venlo. Ganz nettes Städchen aber für Hamburger schon recht übersichtlich. Das Telefon meldet sich: Fehler aufgetreten, kommt schnell! Tun wir auch und sind in Null Komma Nix wieder in Walbeck.Noch ein wenig gemessen... ja, ist wie schon gesagt der PC,,, und ab ins Hotel. Dort beginnt die Suche nach etwas Essbarem:

Im Hotel Posthotel Haus Deckers heißt es : "Nein, die Köchin hat sich ein Bein gebrochen, daher ist das Restaurant geschlossen." Wir entscheiden uns also für das Steakhaus in dem wir gestern waren.

Draußen hat es geregnet und dementsprechend haben wir Blitzeis. Unter Einsatz unserer Gesundheit kommen wir schließlich im Steakhaus an... oder besser gesagt davor. GESCHLOSSEN!

Nun, es hilft ja nicht... wir schlittern zum Haus Eyckmann. Dort gibt es auch einige Gäste und freie Tische... aber leider kein Essen: " es ist nicht so die Nachfrage da..."

Die nicht so toll anmutende Pizzeria Amore... hat geschlossen. Verzweiflung macht sich breit...

Doch da! Ein Kiosk! Vielleicht die letzte Möglichkeit zum Überleben. Wir kaufen Rotwein, gleich zwei Flaschen da eine schon recht alt und evtl. zu Essig geworden ist "alle der gleiche Preis, 5,50, sind echte Schnäppchen dabei". Dazu noch Kuchen und Schokoriegel.

Und dann das Unglaubliche: es gelingt Malte einen Pizzadienst aus Geldern zu bewegen trotz Blitzeises nach Walbeck zu kommen.

Auf dem Weg zum Hotel finden wir dann noch einen Imbiss am Marktplatz der geöffnet hat.

Mein Schluss: Nie wieder Walbeck!

Mittwoch, 05. Januar 2011

Zurück ins ewige Eis?

Von w-scharfenberg, 07:24

Wir sind ausgeruht und wohl genährt. Auch geistig sind wir... Dank Satellitenfernsehen und Internet... auf die Realität die uns in Deutschland erwartet vorbereitet: Wechsel zwischen Frost und Tauwetter, überfrierende, vom Frost zerfressene Straßen und Autobahnmeistereien wie auch Gemeinden die kein Streusalz mehr haben. In den Baumärkten Salz gemischt mit Katzenstreu und Paniermehl zu hohen Preisen. Kurz und gut:

Wir werden Spanien vermissen!

Nun noch schnell das Haus geputzt und dann heute Abend zu unserer Luxusairline Ryanair.

Trotzdem, wir freuen uns auf unsere Freunde, Nachbarn und Kollegen, auf Grünkohl und vieles mehr.

Die Ankunft in Deutschland... entspricht der Überschrift: um 23:30 zu Hause... Kinder nicht da... und die Heizung ist ausgefallen... also nur 11 °C...

Dienstag, 04. Januar 2011

Ausflug nach Jabea

Von w-scharfenberg, 19:08

So richtig Lust auf Großes haben wir nicht. Also nur ein kleiner Ausflug nach Jabea, dem nächsten Küstenort Richtung Norden. Zuerst in der Altstadt ausgetobt.  Dort hab ich mir eine LED-Armbanduhr gekauft... überhaupt nicht mein Stil... aber irgendwie geil. Sylvia durfte nicht leer ausgehen... also eine Kette mit Kreuz für sie... die sieht wirklich gut aus.

Dann in den Hafen gefahren... sieht aus wie... überall. Doch was ist das da?

Hinter den alten Gemäuern sehen wir ein paar ungewöhnliche Betonpfeiler in den Himmel ragen. Ich vermute es ist eine Kirche einer Sekte... stimmt... fast... es ist die unbekannte Sekte der Katholiken. Baujahr 1967 und sieht wirklich stark aus. Beton: es kommt drauf an was man draus macht...

Abends haben wir wieder einen Sundowner auf der Dachterasse zu uns genommen

Heute gehen wir nicht essen. Aus den Resten wird eine Kleinigkeit gezaubert und wir gucken etwas Fernsehen aus der Heimat... N3.

Montag, 03. Januar 2011

Ob Gäste kommen?

Von w-scharfenberg, 22:09

Nun, die Frage ist mehr rethorisch. Zwar hat Sylvia heute Geburtstag, aber wir haben uns ja aus dem Staub gemacht. Sollte also einer unserer Freunde unverhofft vor der Tür stehen... na, unsere Kinder werden wohl wenigstens einen Kaffee kochen. Die Geschenke dann einfach im Flur stapeln.

Hier ist wieder ein sonniger Tag angesagt. Morgens hatten wir, wie auch die letzten Tage, 9 °C. Über Tag wird es dann wohl wieder auf 16 °C ansteigen. In unserer Sonnenecke wird es dann so kuschelig, daß wir uns einbilden können der Sommer ist da!

 Ja, da nun wirklich niemand klingelt entschließen wir uns zu einer kleinen Wanderung ganz in der Nähe... und fangen schon bald zu meckern an: die haben uns nur Steine in den Weg gelegt, alles viel zu rutschig, anstrengend und und und. Trotzdem geben wir nicht auf.

Am Ende kommen wir in einer einsamen Bucht an. Hier sind früher die Piraten angelandet um Schmuggelgut an Land zu bringen... bis dort ein Kontrollposten eingerichtet wurde. Auf dem Rückweg haben wir uns so an das kraxeln gewöhnt, dass wir uns fragen warum wir auf der Hintour überhaupt gemeckert haben.

Abends gibt es ein feines Essen im D'Gusto. Wir sind die einzigen Gäste... was die Behandlung und die Qualität des Essens aber nicht beinträchtigt. Sylvia kann nicht richtig essen... also muss ich um so mehr ran... auch nicht schlecht!

Sonntag, 02. Januar 2011

Das wandern ist der Scharfis Lust!

Von w-scharfenberg, 18:31

Nachdem ich mich heute morgen im Spiegel gesehen habe war die Entscheidung klar: Nichts tun bekommt mir nicht gut. Und Sylvia? Mitgefangen ist mitgehangen!

Wir suchen uns erneut eine Rundwanderung aus. Dieses Mal zum Paso Tancat. Es ist eine wunderschöne, abwechselungsreiche 3 Stunden Wanderung. Eigentlich empfohlen für die Zeit der Mandelblüte ist sie aber selbst heute sehr schön. Das Wetter spielt auch mit und ich kann im kurzärmligen Hemd laufen!

 

Samstag, 01. Januar 2011

Für's neue Jahr nichts vorgenommen... und daran gehalten!

Von w-scharfenberg, 22:05

Ja, es ist wahr: ich habe mir für das Jahr 2011 nichts vorgenommen... und mit nichts tun hat es auch angefangen. Zuerst ein lecker Frühstück mit Sekt.

Dann auf der Terasse rumgelungert. Ein wenig im Internet gesurft. Ab und an etwas gegessen. Natürlich den Pool auf funktionsfähigkeit geprüft. Noch ein bisschen was gegessen. Ich glaube ich gewöhne mich ganz langsam schon mal an das Rentnerdasein.

Abends dann der Schock: Ich hab meine Millionen im Lotto NICHT gewonnen! Nun, dann muss ich wohl doch demnächst wieder arbeiten...

Freitag, 31. Dezember 2010

Good bye 2010... hello 2011

Von w-scharfenberg, 19:01

Zuerst einmal herzliche Geburtstagsgrüße an meine Lieblingskollegin! Eigentlich wollten wir ein Geburtstagsständchen aus dem Pool übertragen... aber bei meiner Stimme ist das kein Geschenk! Dann also doch per SMS und Blog.

Wir kaufen ein, buchen Plätze im Japanischen Restaurant für den Abend und decken uns auf dem Samstagmarkt mit Textilien ein... die sind hier billiger als die Reinigung (na ja, beinahe), Ein Oberhemd 3,99 etc.

Im Internet nach den Sitten und Gebräuchen für die Sylvesternacht gesehen... man muß ja alles mitmachen. Geböllert wird anscheinend nicht. Raketen etc sind in den Shops auch nicht zu sehen. Aber Weintrauben! Überall sind Weintrauben im Angebot... selbst an der Kasse im Supermarkt wird man gefragt, ob man denn keine Trauben kaufen wolle. Um 36 sec vor Mittenacht schlägt die Uhr am Rathaus in Madrid 12 Gongschläge... die werden landesweit übertragen. Pro Gongschlag 3 sec...eine Weintraube essen... einen Wunsch haben... und wenn man alle 12 Trauben in der Zei schafft gehen die in Erfüllung... wenn nicht... dann wird nix draus! Und natürlich rote Unterwäsche! Die ist ein Muß in der Sylvesternacht. Warum? Hab' ich noch nicht rausbekommen.

 Gegessen haben wir im Japanischen Restaurant Samurai. Das war wirklich Spitze! Sechs Gänge, top Qualität und Geschmack, die Hälfte davon von einem Showkoch vor unseren Augen direkt zubereitet . Mit dem möchte ich keinen Messerkamppf haben... der macht aus mir Goulasch bevor ich es merke. Aber er war lieb zu mir... hat mich sogar gefüttert... per Zielwurf über fast 2 m Distanz. Sylvia hat er dann etwas verfehlt... ihr hat er mit dem Eierkuchen einen Scheitel gezogen

Alles Gute unseren Freunden und allen Bloglesern für das Jahr 2011!

Möge es ein friedliches, gesundes und erfolgreiches Jahr werden!

 P.S. Es wird doch geböllert... aber nur mit Riesenteilen... und Raketen fliegen auch. Hab' keine Ahnung wio die zu kaufen sind...

Spanische Ingenieurskunst

Von w-scharfenberg, 08:48

Ausgeruht von gestern wollen wir eine weitere Wanderung unternehmen. Im Haus liegt eine Mappe mit Zeitungsartikeln und wir entscheiden uns für eine 3 stündige Rundwanderung zum Presa d'Isbert am Ausgang der Schlucht Barranca Inferno. Mit dem Auto geht es zum Dorf Tormos an den Rand der Berge. Wanderstöcke haben wir wieder nicht dabei... aber es soll eine einfache Wanderung sein. Ist es auch!

Zunächst geht es durch Plantagen mit Orangen, Mandarinen, Zitronen, Mandeln, Oliven und Johannisbrotbaum. Richtiggehend Biounterricht! Langsam zieht sich das Tal um uns zu, wir gehen zwischen gewaltigen Felsformationen hindurch. Zu Sylvias Leidwesen dann auch an einer Rinderfarm vorbei wo doch so einige Rindviecher (zwei- und vierbeinige) laut brüllen und sie zum Adrenalinausstoß treiben. Aber auch dieser Gefahr entgehen wir körperlich unversehrt.

Der Weg endet und es geht hinein ins Flußbett... welches zum Glück trocken ist.  Man kann die Barranca Inferno, die Höllenschlucht bereits sehen. Die Schlucht ist bestimmt 100 m tief in die Berge eingeschnitten... bei einer Breite von nur etwa 10 m. Das hat die spanischen Ingenieure vor über 70 Jahren auf die Idee gebracht hier einen Staudamm einzubauen... wenig Aufwand für maximale Leistung. Leider haben sie da einen kleinen Fehler gemacht: der Untergrund ist Wasserdurchlässig wie ein Schwamm. Da steht er nun der Staudamm... nur stauen tut er nicht!

Leider ist der oben zu sehende Pfad gesperrt. Und ich wollte doch so gerne von oben runterp...

Zurück geht es durch einen Tunnel auf einem anderen Weg. Sehr schön insgesamt.

Nun fahren wir nach Denia, einer Stadt mit 45000 Einwohnern, davon 2500 Deutsche. Wir wollen eine Passage nach Ibiza buchen und dort einen Kurzurlaub einlegen. Doch der Preis ist uns zu heiß: 268 € pro Person, 213 € fürs Auto. Da können wir von Deutschland aus eine Reise mit Hotel und Mietwagen buchen und sparen immer noch. Die ticken doch nicht richtig!?

Abends gehen wir in's Restaurant Jacaranda... very british... ganz OK

 

 

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Der Weg nach oben ist beschwerlich!

Von w-scharfenberg, 21:29

Nach der ganzen bummelei von Gestern wollen wir uns heute etwas bewegen. Ziel ist ein Turm an der Küste den wir immer sehen wenn wir zum Haus kommen. Vor Jahren waren wir schon einmal dort oben. Um 10 Uhr gehen wir los und finden unten ein Schild mit den "technischen Daten". Etwa 1,5 km bei einem Höhenunterschied von 160 m. Das muß ja wohl zu schaffen sein. Ein Wanderverein kommt uns schon entgegen... alle mindestens 10 Jahre älter als wir.

Schon nach kurzer Zeit verstummt unsere Unterhaltung... dank einsetzender Atemnot. Dann wird es abenteuerlich, da die Felsen glatt und feucht sind. Natürlich haben wir die Wanderstöcke schön im Haus gelassen...

Wir benötigen nicht die angekündigten 30 min sondern glatt das Doppelte um zum Turm zu kommen... und dann läßt man uns nicht einmal ein! Das liegt aber nicht an der Unfreundlichkeit der Leute hier sondern am Architekten. Der hat einfach einen Turm gebaut, der in der unteren Hälfte massiv ist, oben gibt es dann einen Raum für das Personal... und die konnten entscheiden wen sie hochziehen und wen sie lieber draußen lassen. Da kann man doch noch was von lernen

Der Abstieg ist etwas einfacher, da die Felsen mittlerweile getrocknet sind.

Der Rest des Tages verläuft ähnlich wie gestern... essen, schwimmen, bummeln...