Zum Abschluss noch ein kleines Extra
Von w-scharfenberg, 22:25In München beeilen wir uns und sind gerade rechtzeitig zum Boarding am Gate. Wir klettern in den Flieger... aber was ist das? Da sitzen ja Leute auf unseren Plätzen! Ich frage nach und die Stewardess sagt barsch ich soll irgendeinen Platz nehmen, ich hätte ja wohl mitbekommen was los ist. Hab' ich nicht! Wir suchen uns jeder ein kuscheliges Mittelplätzchen. Der Pilot meldet sich und erzählt er hätte gerade mit Brüssel telefoniert. Die rufen zurück wenn wir starten dürfen !?!? Meine Sitznachbarn klären mich auf: Weltweit sind die Rechner der Airlines zusammengebrochen und müssen nun alle neu gestartet werden. Und so lange starten die Flieger eben eher ungeplant, sind Sitzplatzreservierungen verloren und so weiter.
Oops, das Telefon klingelt, der Pilot gibt Gas und in Rekordzeit sind wir in der Luft. In Hamburg dann die Überraschung: sogar das Gepäck ist da!
Für mich geht es jetzt schnurstracks ins Krankenhaus nach Winsen. Was für ein Unterschied zu Italien! Gut ausgeschildert, bequeme Stühle, Sonnenlicht und schneller und kompetenter Service. Wie gerne ich da die 10 € Praxisgebühr bezahle!
Diagnose: Wie erwartet Gürtelrose. Der Artzt holt die Sprechstundenhilfe dazu: so eine schöne Gürtelrose haben beide noch nie gesehen. Nach 20 min bin ich mit Rezept und Diagnose wieder draußen, dazu ein Stadtplan mit diensthabender Apotheke...Hier werden Sie geholfen!












Auf Anraten von Frau Luttazi essen wir ganz in der Nähe im Ottello zu Abend. Wir sind um 6:50 dort und werden noch nicht einmal bedient weil es zu früh ist. Um 7:10 ist kein Platz mehr frei! Gutes Essen mit mittelprächtiger Bedienung.
Mit der Metro müssen wir 11 Stationen fahren. Das ist aber auch nicht so einfach. Auch hier Menschenmassen die sich durch die U-Bahnanlagen und -Zugängen gut kanalisiert drängen. Wirklich, die Organisation einer solchen Massenveranstaltung läuft hier besser als in Deutschland denkbar.
Wieder oben angekommen führen wir unsere Wanderung fort. Es sind zwar einige Menschen hier aber von überlaufen kann man wirklich nicht sprechen. Nach knapp 4 Kilometern auf der Via Appia Antica biegen wir links ab und haben dann noch gut 2 km bis zur Metrostation. Von der lassen wir uns erschöpft nach Hause bringen. An unserer Metrostation scheint der Trubel in den letzten Zügen zu liegen. Das Rote Kreutz baut die Rettungszelte ab, die Reinigungstruppen sind voll beim Aufräumen und die Massen lichten sich. Motiviert durch den Alimentari von heute Morgen suchen wir noch einmal nach einem Ebenbild hier bei uns... und finden es. Brot, Wasser, Wein... alles da! In unserem Apartment machen wir eine kurze Pause.