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RoundTheWorld

Bericht ueber unsere Weltreise 2005 und alles was so folgt...


Montag, 21. Januar 2019

Ganzes Schwein am Spieß

Von w-scharfenberg, 23:20
Nach zweieinhalb Tagen in Santiago ziehen wir weiter. Auf dem Weg nach Holguin stoppt Evelio und meint ich solle meine Kamera zücken. Und was ich da sehe ist ein großer Schweinkram: ein ganzes Schwein am Spieß, handgedreht über einem Holzfeuer. Schade nur, dass es noch ein paar Stunden dauert bis es gar ist.

Evelio überredet den Oberschweinebräter etwas von seinem hausgebrannten Schnaps rausrücken und in unsere Wasserflasche abzufüllen. Schmeckt ziemlich nach Cachasa, kein Wunder, ist ja auch aus Zuckerrohr.

Wir kommen gegen 13 Uhr in unserem Mi Casa an. Evelio wohnt hier und kann heute endlich einmal nach Hause. Wir versuchen einen Mittagsschlaf zu machen... in einem Eckhaus im Zentrum der Stadt, mit Doppelstegplatten als einzigem Lärmschutz. Wer Kuba kennt weiss, wie aussichtslos das ist. Wir fragen uns selber ob wir den Wecker bei dem Straßenlärm überhaupt hören können. Klappt aber, beides! Die Stadt ist schnell erkundet und nach einem. leckeren Mojito in der Bodeguita del Medio bleibt nicht mehr viel zu tun außer früh schlafen zu gehen

Sonntag, 20. Januar 2019

Roter Mond

Von w-scharfenberg, 23:21
Eigentlich stand heute die Kirche Basilica el Cobre auf dem Programm. Auf Evelios Empfehlung haben wir aber eine Programmänderung vollzogen und sind in die Berge gefahren. Die letzte Strecke, 459 Stufen, waren beschwerlich, da mein Knie nicht mehr so mitmacht wie es soll. Auf 1234 m Höhe stehen wir auf einem der größten Monolithen der Welt dem Gran Piedra. Ja, da wirken sogar unsere schwedischen Riesenfelsen ehen niedlich. Leider ist die Sicht nicht perfekt.

Auf dem Rückweg schauen wir uns noch einen botanischen Garten (Ave del Paraiso) an bevor wir in Santiago ankommen.

Dort besichtigen wir endlich etwas wirklich interessantes 😜, eine Brauerei! Den Abend verbringen wir draußen, denn pünktlich um Mitternacht ist der Blutmond zu sehen. Die Kubaner beachten ihn kaum. Unsere Vermieterin verschanzt sich lieber, ihr würde es sonst schlecht gehen...

Samstag, 19. Januar 2019

Santiago de Cuba

Von w-scharfenberg, 22:55
In Santiago haben wir richtig Zeit: zwei volle Tage! Also fangen wir erst einmal sanft an und fahren zur Festung Morro. Ein schönes Plätzchen mit tollen Ausblicken. Ich würde sie glatt kaufen aber Sylvia ist dagegen 😜

Nun geht es zurück in die Stadt zu dem riesigen Denkmal von Antonio Maceu. Wo darf denn hier geparkt werden? Na ja, schließlich nehmen wir einen Platz im Schatten eines Baumes und hoffen, dass kein Sheriff etwas dagegen hat. Das Museum zum Denkmal ist geschlossen: Baumassnahmen... nur, arbeiten tut hier keiner.

Auf zum Rum-Museum. Nee, das war hier früher, die sind umgezogen, irgendwo dahinten hin! Wir finden dan auch das Bacardi-Museum. Eine Kunstausstellung, Stücke aud dem persönlichen Besitz der Bacardies, Dinge aus der Sklavenzeit und der Revolution, Mumien aus Südamerika und Ägypten... nur zum Thema Rum ist nichts zu sehen 🤔

Nun gehen wir ins Casa de la Trova und hören typische kubanisch Musik, sehr schöner Ort.

Den Sonnenuntergang wollen wir bei einem Mojito vom Dach des Hotels Casa Granda genießen, tun wir auch und bleiben hier den ganzen Abend. Das Essen und die Location sind super.

Freitag, 18. Januar 2019

Langsam zurück

Von w-scharfenberg, 21:53
Wenn man denn am äußersten Zipfel angekommen ist gibt es nur einen Weg: zurück! Unser Ziel ist Santiago, die zweitgrößte Stadt Kubas. Den Weg kennen wir schon und so gibt es auch keine großen Pausen. Lediglich bei Evelios Cousine gibt es einen kurzen Stop und er lädt uns zu frischem Kokossaft ein


In Santiago angekommen ist unser erstes Ziel das Grab von Fidel Castro. Es ist im Vergleich mit den anderen Grabstätten hier recht bescheiden. Ein, wenn auch großer, Fels aus dem Gebirge in dem die Revolution begann ist alles. Allerdings ist das drumherum mit Wachen und Wachablösung schon aufwendig und interessant. Die Gedenkstätte der Bacardis ist da schon eine andere Nummer!

Anschließend suchen wir unsere Unterkunft Casa Maruchi und checken ein bevor wir einen Stadtbummel machen.Schon ein gediegener Ort. Teilweise afrikanische  Objekte die auch aktiv um Hilfe gebeten werden, teilweise Jungfraustatuen, altesPorzellan, antike Möbel, ein Brunnen mit Scildkröte und... leider... die unpraktischten Zimmer bisher.

Abends essen wir zusammen mit Evelio

Donnerstag, 17. Januar 2019

Bis zum äußersten Zipfel

Von w-scharfenberg, 18:21
Eigentlich stand heute der Humboldtpark auf dem Programm. Auf Empfehlung von Evelio haben wir den Plan geändert und fahren Richtung Osten zum äußersten Ende von Kuba. Der erste Halt ist bei einer traditionellen Kakao Plantage mit kleiner Schokoladenmanufaktur. Die Besitzerin, Lisbet Barbon Ortiz empfängt uns ganz herzlich... in deutsch! Sie zeigt und erklärt uns den Weg von der Frucht bis zur Schokolade.

Wir dürfen alles probieren und können diesen Besuch nur weiterempfehlen!

Nun geht es zum Yumuri Fluss. Hier machen wir eine kurze Bootstour und wandern ein kleines Stück ins Tal. Wer will hat hier bis zu 13 km vor sich, wir wollen nicht!

Eine etwas längere Fahrt mit einigen Fotostops bringt uns da zum Leuchtturm Faro, Punta de Maisi. Wir erklimmen die 152 Stufen. Die letzten sind etwas... gewöhnungsbedürftig... In der Ferne können wir in 77 km Entfernung Haiti erahnen.

Auf dem Rückweg halten wir an einem Restaurant um "Dedei" oder so ähnlich zu essen. Das sind winzige Fischchen, ca. 1 cm, die nur hier einmal im Jahr vorbeikommen, ganz lecker! Eine Massage bekommen wir dabei auch gleich noch.

Und dann ist auch noch ein Fotoshooting, das wir beobachten dürfen, ein Mädel wird 15 und das wird hier mit einem Shooting wie bei einem Brautpaar gefeiert

Mittwoch, 16. Januar 2019

Bis zum Zipfel

Von w-scharfenberg, 20:20
Die Fahrt die wir heute vorhaben ist etwas länger, also heißt es früher aufstehen. Um 8 Uhr ist die Abfahrt angesagt. Erste leichte Verspätung : das Frühstück ist erst 15 Minuten nach der Ansage komplett Zweite Verspätung : In Holguin müssen wir noch zur ATM um Bargeld zu holen. Die Erste ATM ist leer, bei der zweiten eine kleine Schlange Nun geht es endlich auf Strecke,

Nee, ich glaub' es nicht, Verkehrskontrolle : dritte Verspätung. Wer sucht der findet, irgendein Papierchen fehlt, 2CUC (2 €) und 30 Minuten sind weg. Evelio wählt den etwas längeren aber besser zu fahrenden Weg über Guantanamo. Vom Aussichtsturm können wir das Gelände gut sehen. Derzeit bewachen 2000 Leute ca 40 Gefangene.

Zu Mittag gibt es Fisch in einem kleinen Straßenrestaurant.

Dann noch ein Stop bei Evelios Cousine. Wir kommen in ein original Landhaus einer nicht so reichen Familie, bannig wenig Platz und außer einem Fernseher kein Luxus. Zurück am Auto begegnet uns ein Mann mit seiner zukünftigen Suppe in der Hand (siehe Foto)

Ein kurzer Stop noch an einem Aussichtsturm. Von hier aus kann man sowohl die Nordküste wie auch die Südküste sehen. Es wird dunkel und wir müssen uns beeilen, hier fährt alles mögliche unbeleuchtet durch die Gegend. Um 18 Uhr kommen wir in Baracoa, der letzten Stadt auf dem östlichen Zipfel Kuba an.

Dienstag, 15. Januar 2019

Badetag

Von w-scharfenberg, 22:01
Endlich Urlaub vom Urlaub! Heute ist nichtstun, relaxen und baden angesagt. Nach einem ganz entspannten Frühstück und einem angergten Gespräch mit Harald, unserem anderen Gast in der Unterkunft tingeln wir zum Strand. Lange Zeit sind wir die Einzigen in der Bucht irgendwann gesellen sich noch 4 weitere Personen und später ein leichter Sonnenbrand dazu.

Zum Kaffee geht es heimwärts, noch ein kleiner Abendspaziergang und dann ein leckeres Abendessen in der Unterkunft(Fischfilets) Der Abend wird beschlossen, ganz kubanisch, mit Rum und Zigarre

Montag, 14. Januar 2019

Guardalavaca

Von w-scharfenberg, 21:13
Bewache das Vieh, Guardalavaca, so heißt unser Tagesziel. Wir haben über 300 km vor uns. Zunächst die Autobahn wieder zurück, vorbei an den Käsehändlern die mitten auf der Autobahn stehen um ihre Produkte zu verkaufen. Vorbei an Pferde und Ochsengespannen, Fahrrädern und Fußgängern, Polizeikontrollen Lkw die zu Bussen deklariert wurden. Die Staßen werden schmäler, der Zustand schlechter. Eine zeitlang so schlecht, dass man meinen könnte man wäre in Westdeutschland.

Evelio bekommt einen Anruf von seiner Frau: Es gibt nirgends Speiseöl, er soll 2 l mitbringen. Stop an der Tanke... nein, Speiseöl ist aus! Nächste Tanke: dito. Wir halten in Las Tunas, Schlange vir dem Laden, gibt es Speiseöl? JA! Parkplatz suchen und anstellen. Die Ladentür wir geöffnet und wir drängen rein. Jupp, Öl gegriffen und an die Kasse. Das Laufband ist voll... mit Öl! Nun geht ws weiter nach Holguin, der Heimatstadt von Evelio.

Wir treffen Klaus-Dieter, er hat die Reise organisiert. Dann geht es rauf auf den Aussichtsberg von dem wir Holguin komplett im Blick haben. Die Fahrt nach Guardalavaca unterbrechen wir kurz um. Mangos, meine Lieblingsfrucht, zu kaufen.

In Guardalavaca sehen wir uns noch zwei Plätze an, an denen wir das Leben der Urbevölkerung sehen können. Dann kommen wir bei Villa Klara, unserer nächsten Unterkunft an. Supersauber, auch das Abendessen ist Spitze (Schrimps)

Sonntag, 13. Januar 2019

Camagüey

Von w-scharfenberg, 22:57
Trotz der Lautstärke haben wir gut geschlafen. Nach dem Wieder guten Frühstück geht es diesmal auf eine etwas längere Tour.

Nach 4 Stunden kommen wir in Camagüey, der drittgrößten Stadt Kubas an. Evelio lädt uns zum Essen ein, nur leider hat das Restaurant diesen Monat geschlossen. Aber es findet sich ein anderes, nur Fisch haben die leider nicht.

Die Preise in Kuba sind für mich immer noch nicht richtig zu verstehen. Es gibt 2 Parallelwährungen CUP und CUC. Der Umrechnungsfaktor ist CUP *25 = CUC.Trotz dieses Faktors kann man am Preis nicht immer sehen welche der beiden Währungen gemeint ist. So kostet ein Kaffee meistens 1 CUC (1 €) aber wieder haben auch schon 1 CUC (4 Cent) bezahlt. In diesem Restaurant war ein Fleischgericht 50 CUP, also 50 Cent, Meistens bezahlen wir 10 CUC, also 10 €...

Die heutige Unterkunft ist eine kleine Wohnung in einem winzigen Haus, unten ist Garage und irgendein Zimmer, oben sind wir. Alles sehr gepflegt. Die Vermieter sind ein älteres Paar. Sie machen einen Supereindruck und so ist auch das Essen, dass wir abends bekommen. Wir fühlen uns fast wie zur Familie gehörend

Der Ort selber macht ebenfalls einen guten Eindruck, die Fussgängerzone ist recht lang und hübsch gemacht. Aber, so ist das hier halt, das Angebot an Waren ist extrem beschränkt. In einigen Schaufenstern ist nur Deko, andere stellen Spiritusflaschen aus...


Samstag, 12. Januar 2019

Zu Besuch bei Che Guevara

Von w-scharfenberg, 23:21
Wir bekommen das bisher üppigste Frühstück. Evelio hat auch dafür gesorgt, dass wir ein spezielles Bananengericht bekommen über das wir uns gestern unterhalten hatten. Zum Abschied dann vom Chef noch eine Zigarre für mich, so ist es wirklich schön.

Wir fahren direkt nach Santa Clara, der Stadt in der Che Guevara die entscheidende Schlacht der Revolution gewonnen hatte. Zuerst geht es zum Denkmal mit Mausoleum und Museum.

Anschließend zum Ort des Geschehens. Der Diktator hatte damals einen gepanzerten Zug mit Waffen und über 400 Soldaten losgeschickt um seine Armee zu unterstützen. Mit Hilfe der Amerikaner wurde der zug gestoppt. Nein nein, natürlich keine direkte Hilfe, sie hatten nur den Bulldozer gebaut mit dessen Hilfe es gelang die Gleise zu zerstören

Unsere Unterkunft liegt, wir ahnen es schon, direkt an der zentralen Plaza. Nun kommt es noch besser: 1 m neben unserem Hauseingang ist der Eingang zu "La BodeguitaDel Medio" einer 1 : 1 Kopie der Bar in der Hemmingway seinen Mojito am liebsten trank. Nach einem kurzen Mittagsschlaf wandern wir durch die Stadt und landen in einer Kulturkneipe. Der Chef erzählt von einem Projekttheater mit musikalischem Hintergrund. Wir lassen uns überreden und sehen uns die Sache kurz an. Aus kurz werden dann über 2 Stunden, unsere Rücken meutern und wir gehen auf. Ganz verstanden haben wir nicht was dort abging. Irgendwie kannten sich die Interpreten, stellten sich gegenseitig vor und brachten jeweils ihre "Fangemeinde" mit...

Nun haben wir aber Hunger und Durst. Es geht zurück in die Bodeguita. Nach kurzer Wartzeit bekommen wir einen Platz zugewiesen. Die Preise sind supergünstig und die Qualität sehr gut. Noch einen Mochito und dann ins Bett

Freitag, 11. Januar 2019

Sancti Spiritus

Von w-scharfenberg, 20:36
Nachdem Evelio und ich gestern schon versucht haben das Geld für die Rundreise zu wechseln und die Warteschlange zu lang war wiederholen wir das heute. Früh aufstehen und um 8 Uhr stehen wir auf der Matte. Vor uns schon wieder eine Warteschlange, aber etwas kürzer. Es ist unglaublich wie langsam die Banken hier sind, nach 70 Minuten sind wir endlich in der Bank. Das heißt : weiterwarten aben nun auf Stühlen. Wir dürfen unser Anliegen schildern... und können gleich wiede gehen! Havanna hat den Tageskurs nicht geachickt und somit geht garnichts😫!

Wir versuchen das Geld an der ebenfalls staatlichen Wechselstube einzutauschen... und die nächste Überraschung: nur zwei Leute vor mir! Nach 10 Minuten ist alles geschehen. Hier hat man einfach den Vortageskurs nach unten abgerundet, das macht in meinem Fall einen Verlust von einem Promille😜 Endlich kommen wir los. Kurzer Stop an einer früheren Zuckerfarm. Ich muss natürlich die 136 Stufen auf den Aussichtsturm hoch.

Wozu denn ein Aussichtsturm? Na, da hat der alte Zuckerbaron die Arbeiter / Sklaven überwacht.

Nun fahren wir nach Sancti Spiritus. Evelio kann das Geld in nur 12 Minuten einzahlen, das Glück ist wieder bei uns. Wir haben eine schöne Unterkunft diesmal 300 m entfernt vom Mittelpunkt der Stadt, auch nicht gerade viel. Wir erwanden den Ort. Kaum Touristen, Preise die unglaublich sind (Espresso für 4 Cent). Nun kocht der Chef für uns, wir sind gespannt!

Heute Abend haben wir dann wohl einen Fehler gemacht: wir waren todmüde und sind um 21 Uhr schlafen gegangen. Aber es war Freitag und noch dazu in einer Stadt fast ohne Touristen! So haben wir die beste Chance verpasst mitten unter Kubanern das Nachtleben zu feiern, echt verpennt😴

Donnerstag, 10. Januar 2019

Trinidad, Topes de Collantes

Von w-scharfenberg, 21:50
Wir haben wunderbar geschlafen! Nach dem typischen kubanischen Frühstück kommt Evelio. Nun wollen wir endlich die Taxirechnung begleichen und fahren zur Bank (die wir nach viel fragen auch auch finden). Nach gerade einmal einer halben Stunde stellt sich heraus, dass die Bank die falsche ist, also auf zur richtigen Bank. Leider ist hier die Schlange noch länger! Also schieben wir die Bezahlung auf bis morgen und fangen mit dem Urlaub an .

Topes de Collantes ist das Tagesziel, Wasserfälle die wiederum in einem natürlichen Becken landen. Diesmal habe ich Badesachen dabei. Die Wanderung ist beschwerlich und gefährlich. Es geht über feuchten Lehm und Steine siebenhundert Meter in die Tiefe.

Was sich uns dort zeigt ist unbeschreiblich schön!Ich s chwimme, teilweise als einziger, unter den Wasserfällen hindurch in eine Grotte.

Der Rückweg kommt uns kürzer und einfacher vor. Heute Abend wollen wir ins richtige Restaurant. Zuvor noch den Sonnenuntergang in einem anderen Restaurant mit Dachterrasse genießen... und dort gefällt es uns so gut, dass wir bleiben.

Mittwoch, 09. Januar 2019

Trinidad

Von w-scharfenberg, 22:14
Und schon wieder geht es weiter. Der Weg nach Trinidad ist kurz, daher entscheiden wir uns zu einem Umweg zu ein paar Wasserfällen. Es geht über nunmehr ziemlich schlechte Strassen in die Berge nach El Nicho. Wir bedauern, die Badesachen im Auto gelassen zu haben! Wasserfälle und Natürliche Badebecken reihen sich aneinander, einfach wunderschön. Leider auch etwas voll, es liegen gerade zwei Kreuzfahrer in Cienfuegos!


Erstmal wieder eine Streckke zurück und dann abbiegen nach Trinidad. Wir hatten schon gehört, dass die Stadt noch authentisch ist aber dass das Strassenpflaster SO schlecht ist, whow,da ist selbst Evelio ins schwitzen gekommen!

Die Unterkunft Casa Mayra liegt nicht im Zentrum, sie ist das Zentrum! Abendessen ist hier teilweise nur nach Schlangestehen möglich. Das liegt uns nun so gar nicht, also direkt ins nächste Restaurant. Die Entscheidung war leider nicht so gut

Dienstag, 08. Januar 2019

Cienfuegos

Von w-scharfenberg, 22:24
Am Morgen haben wir Besuch:fliegende Ameisen haben irgendwie den Weg ins Bad gefunden... Und eine Heerschar von winzigen Ameisen erscheint aus dem Nichts und benutzt sie als willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan.Das Frühstück ist nett, viel Obst und Säfte.

Evelio kommt überpünktlich um uns abzuholen. Wir fahren nochmals zu der Wasserstelle von gestern. Heute morgen sind wir fast alleine und sind diverse Fische zu sehen. Nun geht es weiter nach Cienfuegos. Die Innenstadt sehen wir uns nur kurz an, obwohl sie sehr schön ist. Prachttbauten aus alten Zeiten sind hier sogar grossenteils renoviert. Etwas ausserhalb liegt ein wunderbarer Bau, fast schon ein Schlösschen. Rein darf man leider nicht. Allerdings kann man auf der Dachterrasse einen Cocktail trinken... und dazu muss man rein😜

Nun fahren wir zu einer Delphinschau. Das ist eigentlich garnicht unser Ding... aber es ist Klasse was die Tiere können! Zurück in Cienfuegos beziehen wir unsere komfortable Unterkunft mit direktem Zugang ins Wasser

Montag, 07. Januar 2019

Russen auf dem Weg zur Schweinebucht, Krokodile warten

Von w-scharfenberg, 22:30
Abschied von Barby und Matanzas, weiter mit Evelio, unserem Fahrer und Guide für die nächsten 3 Wochen. Evelio ist ca. 50 Jahre alt und es scheint, dass wir gut zueinander passen. Wir finden viele Themen über die wir reden und erfahren viele neue Tatsachen. zunächst fahren wir Richtung Südküste.

Erster Halt: eine Krokodilstation. Im kleinen See sehen wir ein paar von ihnen rumschwimmen aber die Plastikkrokodile an Land finden wir doch etwas kitschig. Egelio erklärt die seien echt aber wir können das nicht glauben. Zum Teil stehen die Mäuler offen und es ist keine Regung zu sehen. Aber was ist das, eben war das Auge doch geschlossen? Und da: das Bein bewegt sich! Einige Meter weiter kann man Fleischfetzen an einer Angel über den Zaun hängen und da ist klarb sie leben! Und sie sind schnell!

Die nächste Station ist ein Wasserloch nahe der Küste. Hier ist einiges los, es wird geschwommen, geschnorchelt und getaucht. Es sollen auch ganz große Fische dabei sein, wir können jedoch nur ein paar kleine sehen. Die anderen (echten) sind vom Rummel in die Tiefe (70 m) vertrieben worden.
Nun geht es eine kleine Strecke zurück zu unserer Unterkunft in der Schweinebucht. Zwischen dem Meer und der Unterkuft sind gerade einmal 6 m Palmenstrand. Das Casa Paraiso ist recht einfach, das Essen leider auch Den Abend schliessen wir mit zwei Cocktails ab. Eines ist aber Gewiss:die Invasion die in der Schweinebucht damals missglückt ist wir nun von russischen Touristen auf die ruhige Art nachgeholt

Sonntag, 06. Januar 2019

Unterirdisch

Von w-scharfenberg, 21:51
Ein absolutes Muss sind angeblich die "cuevas de bellamar" die schönste und größte Höhle Kubas. Das Ganze gleich hinter unserer Unterkunft. Naja, so einfach ist der Weg nicht zu finden. Wir müssen irgendwo am Bahndamm hochkraxeln, Durch eine Röhre durch... und schon haben wir die Zivilisation hinter uns gelassen. Eine kleine Straße führt uns über 1,5 km vorbei an grasenden Kühen, Ziegen und Pferden zur Höhle.

Hier ist gleich so eine Art Freizeitpark aufgebaut. Es ist Sonntag und viele Familien feiern hier, es gibt Ponyreiten, Restaurants und Fressbuden sowie Kinderanimation und ein Museum. Nach 1,5 Stunden öffnet die Kasse. Tickets nur gegen Vorlage des Ausweises. Dann geht es über eine steile und rutschige Treppe hinab.

Eine schon ziemlich riesige Höhle eröffnet sich uns, der tiefst Punkt liegt 32 m unter der Oberfläche... und zwischen Oberfläche und Hohlendecke ist nicht viel Gestein! So wurde die Höhle auch dadurch entdeckt, das beim harten aufstoßen einer Eisenstange selbige im Boden verschwandt... Zurück an der Oberfläche stärken wir uns mit Pizza und Bier bevor wir zurückwandern. Abends bereitet uns Barbie eine Kürbiscreme und als Hauptgericht Fische zu.

Samstag, 05. Januar 2019

Matanzas

Von w-scharfenberg, 12:22
Um 9 Uhr bekommen wir ein üppiges Frühstück mit Käse auf Guave, Bananen, Brot, Eier nach WunschKaffee und Saft. Wir machen uns auf den Weg Geld am ATM zu besorgen. Anders als vielfach beschrieben sind alle Kreditkarten möglich (Master, Visa, Amex...) Allerdings gibt der Automat nur 100 CUC, etwa 100 €, raus. Dann versuche ich eine Wlan-Internet-Karte zu besorgen... und scheitere vorläufig. Also aktiviere ich den Telekom Datapass, das sind aber nur wenig Daten für viele Euronen. Mal sehen, ich bekomme das die Tage bestimmt auch noch besser hin.

Nun marschieren wir zur Stadt. Alay, unser Vermieter, sagt es seien 20 Minuten. Nach 45 Minuten sind wir auch schon dort. Wir lassen uns einfach durch die Straßen treiben, finden toll renovierte Gebäude, Gebäude mit renovierten Fassade und... Andere...

Im Hotel am zentralen Platz ruhen wir uns bei Kaffee und Kuchen etwas aus. Kaffeepreise wie bei uns, Kuchen ab 20 Cent, schon etwas ungewöhnlich. Der Reiseführer empfiehlt einen Besuch bei einem Rumbatheater bei einem Integrationsprojekt "manchmal Samstags um 17 Uhr. Es ist 15:15, das passt. Auf der Homepage findet sich nichts über Termine als wandern wir einfach los. Nach überqueren der Brücke zum Ortsteil Puebla Nuevo wird die Lage langsam anders. Hier herrscht Armut, wir sind die einzigen Bleichgesichter. Richtig wohl fühlen wir uns nicht. Schließlich kommen wir am Ort des Geschehens an... Und es geschieht heute leider nichts.


Bevor es dunkel wird wollen wir das Viertel doch lieber verlassen. Am Busbahnhof ist ein riesiges Eiscafe! Das passt, wir rein und staunen die Auswahl an: es gibt Erdbeereis, 5 Kugeln 3 €. Punkt! Nee, dann doch lieber irgendwohin wo die Auswahl größer ist.

Der Rückweg zieht sich. Wir schauen uns den größten Supermarkt auf dem Weg von innen an. Am Eingang müssen die Taschen abgegeben werden. Die Regalreihen sind lang... und mit stets denselben Produkten gefüllt, meterweise Tomate in Dosen, Meterweise eine Limonade etc. Nur beim Rum ist die Auswahl etwas größer. Ohh, da ist ja eine Eistruhe... Mit Erdbeereis😩

Abends Kocht Barby in unserer Unterkunft nur für uns ein leckeres Hühnchengericht. Sie ist wirklich gut und wir unterhalten uns noch lange Zum Abschluss eine kleine Rumprobe auf unsere Terrasse und dann ins Bett!

Freitag, 04. Januar 2019

On the way again - wieder auf großer Reise

Von w-scharfenberg, 23:22
Heute morgen hat uns die liebe Heike (Dankeschön) zur Bahn gebracht. Mittlerweile sitzen wir relaxed in der Senatorlounge. Dieses Privileg haben wir durch meinen Flug Zypern-Istanbul, siehe letzter Eintrag, erworben. Ganz nett hier, schön gefrühstückt mit allem was man möchte.

In Zürich steigen wir dann um nach Kuba. Die letzen Tage waren schon sehr anstrengend. Ich organisiere ja meine Reisen im allgemeinen alleine und diese ist wirklich nicht so einfach gewesen. Immerhin werden wir fast die gesamte Karibik bereisen, so ca 20 verschiedene Unterkünfte haben, gefahren, geflogen und geschippert werden... aber ich will nicht klagen, genau das ist es ja was mich reizt. Und Sylvia ist zum Glück ganz problemlos und anpassungsfähig. Wenn ich mich hier nicht regelmäßig melden werde liegt das daran, dass ich nicht immer Internet haben werde. Telefonieren ist extrem teuer, daher bitte nicht anrufen, wir gehen sowieso nicht dran. Auch SMS bitte nur wenn es wichtig ist.

In Kuba sind wir pünktlich gelandet. Die Maschine von Edelweiss, einer SWISS-Tochter, war modern ausgerüstet, die Verpflegung passabel, die Preise für alkoholische Getränke überhöht und die Sitze boten fast keine Bewegungsfreiheit. So waren wir nach 11 Stunden Flug ziemlich kaputt.

Abholung mit einem Baujahr 1955 Chevy klappte perfekt. Die private Unterkunft, Dona Edita 2, ist klasse. Sehr sauberer kleiner Bungalow mit eigener Terrasse, liebevoll gestalteter Garten, sehr individuelle Gestaltung! Nach einem Bier fallen wir müde ins Bett...



Mittwoch, 19. Dezember 2018

Ein Flughafen für mich allein!

Von w-scharfenberg, 09:56
Wie wohl schon mal erwähnt: Manchmal bin ich schon etwas anders! So auch heute. Morgens, eigentlich eher mitten in der Nacht, nämlich um 2:40 klingelt der Wecker… Schnell geduscht und runter zum Hoteleingang. Punkt 3:00 Uhr kommt mein Taxi und bringt mich zum Flughafen. Wohin denn nun schon wieder, ich bin doch im Urlaub?! ISL ist die Antwort, der neue Flughafen von Istanbul. Und dann, Sightseeing? Nein, das macht doch jeder, Flughafen angucken, Meilen kassieren und wieder zurück, gleich heute Abend. Ich sammle ja Lufthans Meilen um damit angenehm zu reisen. Seit ein paar Monaten sammle ich aber auch Meilen von Turkish-Airlines, diese um einen guten Status zu bekommen. Da war dieses Angebot nicht auszuschlagen. Auf diesem und 5 weiteren Flügen gibt es im Moment 5 fach Statusmeilen. Dazu ist es einer der günstigsten Flüge überhaupt : Hin- und Rückflug in Business Class für 120 € Ein besonderes Erlebnis ist aber auch der Flughafen selber. Im Moment ist praktisch Testbetrieb. Nach der Landung sind wir fast 30 Minuten gerollt, einige Übungen dabei, einparken, rücksetzen, Umweg fahren.. Dann endlich am Gate, auf dem Weg zur Gepäckausgabe beobachter mit Kameras und wahrscheinlich auch Stopuhren, Übungen an den Röntgengeräte, extra Gepäckkontrollen, alles was man eben üben kann. Um 10:00 Uhr gehe ich zum internationalen Abflugterminal... und bin der einzige Passagier im ganzen Terminal! Der Herr von der Passkontrolle muss extra geweckt werden. Leider gibt es keine Businessclass-Lounge, nur eine "Ecke" ist reserviert. Reserviert ja, aber leider nicht geöffnet. Eine Junge Frau gibt sich viel Mühe das zu ändern aber es gelingt ihr nicht. Da ich auch das WLAN nicht zum laufen kriege versucht sie sich daran, dann schaltet sich noch ein Herr ein. Sie sind bestimmt 20 Minuten dabei, leider ohne Erfolg. Nun sitze ich im Cafe und warte dort erst einmal. Wundersamer Weise fängt das Internet meiner zypriotischen SIM-Karte an zu funktionieren, zunächst zaghaft und dann immer schneller. Dann öffnet auch noch die Lounge-Ecke, ich bekomme ein Süppchen, Kaffee, Kuchen... alles ist gut.

Dienstag, 18. Dezember 2018

Antörner

Von w-scharfenberg, 21:29
Nachdem der gestrige Tag etwas daneben war bin ich leicht vorgespannt. Heute ist immerhin ein Ausflugstag für den wir exta bezahlen mussten. Wenn da noch so eine Verkaufsveranstaltung kommt... Wir sind heute Teinehmer von zwei verschiedenen Reiseleitern. Wir haben "unseren" Fahrer und den "anderen" Reiseleiter, Irfan. Das Wetter ist schlecht, es regnet Bindfäden. Irfan fragt seinen Onkel Google und der rät ihm die Tour umzuplanen. So werden wir bei der Hauptatraktion wohl Sonnenschein haben. Gesagt, getan, Wetter hält si h an den Plan. Schon am ersten Stop hat die Sonne über den Regen gesiegt. Wir sind an einem Stausee. Nichts besonderes? Doch! Dieser Stausee wird nicht etwa durch das aufstauen eines Flusses gespeist, nein, das Wasser kommt vom türkischen Festland durch ein 1,50 dickes Kunststoffrohr. Die Wassermenge würde auch für ganz Zypern reichen, falls es einmal zu einer Wiedervereiniging käme Nun weiter zur Kirche des heiligen Mamas, dem Schutzpatron der Steuerverweigerer. Irfan erklärt recht detailliert die Hintergründe und auch die Irrungen der Geschichte. Das archäologische Museum direkt dabei... Muss man nicht gesehen haben Weiter gehts, eine Ausgrabungsstätte einer Basilika mit guterhaltenen Mosaiken und daneben ein Amphitheater mit Blick auf's Meer (falls das Stück mal zu langweilig ist) Gegessen wird nur eine Kleinigkeit an einer Imbissstation, völlig OK und schnell Und nun geht es zur Burg... Diese Burg kennt fast jeder, ohne es zu wissen. Wie das? Walt Disney persönlich hat sie als Vorbild für die Burg ausgewählt, die im Vorspann aller Disney-Filme zu sehen ist. Einige von uns müssen natürlich bis ganz oben hochkraxeln. Auch wenn sich die Wolken wieder zuziehen gibt es atemberaubende Ausblicke zu sehen. Wer in Nordzypern ist darf diese Burg nicht verpassen Wir gehen früh zu Bett, morgen wird ein harter Tag

Montag, 17. Dezember 2018

Abtörner

Von w-scharfenberg, 22:28
Heute geht es so los wie man es auf einer derart preisgünstigen Reise erwartet und auch von teuer bezahlten Touren kennt: Verkaufsveranstaltung im Schmuckhaus😩 Was ich bis dato nicht kannte ist die Dauer, wir sind fast 1:30 Stunden da gewesen, am Ausgang erst noch ein Souvenirladen, dann Getränkeverkauf mit fragwürdigen Methoden. Eine einzelne Dame haben sie von uns getrennt und dann zu zweit versucht ihr noch mehr aufzuschwatzen.. Endlich geht es weiter... Zu einem Lederwaren-Haus. Die sind nicht minder aggressiv. Eigenartigerweise hat Sylvia in einem ähnlichen Haus eine exakt gleiche Jacke vor fünf Jahren erworben... und das obwohl hier alles selbstdesigned war. Am Ausgang dann meanderartig durch einen Laden der Gespickt ist mit Textilien, Schuhen, Souvenirs und Verkäufern. Im Anschluss natürlich wieder Getränkeverkauf. Hier sind wir nochmals ähnlich lang. Nach 5 Stunden dann am Ausflugsziel, der Festung von Kyrenia, in Fussläufiger Reichweite vom Hotel. Ich bin genervt. Nach ein paar einführenden Worten werden wir dann "freigelassen" Die Festung und auch die Stadt sind sehenswert, schade dass wir nicht den ganzen Tag hier geblieben sind! Abends findet der Tavernen-Abend statt. Wir haben extra dafür bezahlt, es werden Tanzdarbietungen geboten, Verpflegung mit Studentenfutter, Getränkeflatrate 12 € wird empfohlen. Wir entscheiden nicht hinzugehen sondern gemütlich im Hotel zu bleiben... eine gute Entscheidung wie wir später hören. Die Darbietung war bäuerlich einfach, es wurde nochmals Geld eingesammelt, das Studentenfutter waren Äpfel und wer nicht Flatrate-trinken nahm zahlte 6,50 € für ein Bier. Mir fällt hier irgendwie das Wort Abzocke ein... wie kommt das nur?

Samstag, 15. Dezember 2018

In der geteilten Stadt

Von w-scharfenberg, 13:51
Die Nacht war nicht ganz perfekt, vom Fenster direkt neben dem Bett krabbelte die Kälte zu mir und die gemeinsame Zudecke krabbelt zu Sylvia… da müssen wir noch etwas verbessern! Schon früh erinnerte uns der Wecker daran, dass die Sonne hier schon gegen 17:00 Uhr untergeht und das Ausflugsprogramm dann geschafft sein muss. Der Bus bringt uns um 8:30 zu den Resten von Samira, der früheren Hauptstadt. Ümit, unser Guide, schildert sehr bildlich wie das Leben damals ablief. Angefangen bei den Gemeinschaftstoiletten auf denen schon damals schmutzige Geschäfte abgesprochen wurden über die Wegweiser zum nächsten Bordell. Besonderes Feature: ein Fußabdruck darauf war der Maßstab. Fuß kleiner: kein Zutritt, Fuß größer: Preis höher Nach dem Besuch der Grabstelle von Barnabas geht es weiter nach Nikosia, der geteilten Stadt. Ümit zeigt uns kurz welche POIs es gibt und lässt uns dann auf eigene Faust die Stadt erkunden. Um 17:00 Uhr sind wir wieder im Hotel. Nach dem Besuch eines Supermarktes und dem Abendessen lassen wir denTag auf unserem Balko bei einem guten Glas Rotwein ausklingen

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Kaum hier, schon da, fast wie der Buxtehuder Igel

Von w-scharfenberg, 20:53
Nun habe ich es 10 Tage in Deutschland ausgehalten und schon geht es wieder in die Ferne. Bis 1:20 Uhr noch gepackt, Büroarbeit fertig gemacht und einiges aufgeräumt klingelt der Wecker um 6:00 Uhr. Sylvia und ich machen einen Schnellstart und dann geht es los nach Zypern. Als ich vor fast einem. Jahr gebucht hatte war mir die Nord- Südproblematik dieser Insel nicht klar. Erst in den letzten Tagen habe ich mich etwas schlau gemacht. Ich will dieses Wissen hier nicht niederschreiben, das lässt sich leicht “googlen”. Hier also nur die doch ungewöhnlichen Symptome. Wir fliegen mit einer laut Reisebeschreibung “renommierten Fluggesellschaft”: Freebird. Die haben immerhin 7 (oder gar 8?) Flugzeuge, mittlerweile alles A320. Laut Flugplan haben wir in Antalya 45 Minuten Zeit umzusteigen, recht sportlich. Auf dem Weg vom Checkin zu Kontrolle werfe ich einen Blick auf die Boardkarte… OhOhje… Weder Gepäck noch Flug geht durch, beides endet in Antalya! Zurück zum Checkin und gefragt. Nein, alles gut, Gepäck geht bis Ercan/Nordzypern, neue Boardkarte gibt's in Antalya. Unser A320 ist recht neu, Beinfreiheit gefühlt besser als beim Kranich und seinen Kindern. Der Abflug verzögert sich, ein Arzt wird gesucht, dann geht es endlich los. Und der Anschlußflug? Kein Problem, wir fliegen mit der gleichen Maschine weiter!? In Antalya wechselt die Crew und die Passagiere die nur bis dort gebucht haben steigen aus, nicht so viele, genau 0! Langsam ist auch mir die Sache klar geworden: Nordzypern ist nur von einem Land der Welt als Staat anerkannt, von der Türkei… und somit sind besondere Maßnahmen erforderlich dorthin zu kommen… Auf Zypern landen zeitgleich drei Flugzeuge, alle voll mit RSD-Kunden. Wir landen in Bus 5 von??? Vielen. Nach 45 Minuten Fahrt sind wir im Hotel in Famagusta. Hotel ist gut, Essen auch, nun noch ein schöner Schlaf und alles ist gut

Sonntag, 02. Dezember 2018

Hektik bis zum Schluss

Von w-scharfenberg, 19:21
Ich dachte gestern ich wäre ganz gut auf die Heimreise vorbereitet... das war gestern! Um 6:10 kurz vor dem Wecker aufgewacht, Körperpflege, Frühstück, es ist 8:00 Uhr. Wenn ich bis 11:00 Uhr fertig bin gibts bei Sascha noch einen Kaffee, sonst nicht denn ich muss spätestens um 12:30 los, die Fähre wartet nicht. Aber dann summieren sich die Arbeiten, alle Sachen zusammenholen und ins Auto, den Generator anwerfen und den Tank leerfahren, dabei natürlich die Batterien laden, kleine Pråsente für die Mäuse auf den Dachboden bringen, abwaschen, Rohre winterfest machen, Thermostatarmatur abbauen, die friert sonst kaputt, Getränkereste entsorgen, Strom abschalten, Alarm scharf machen und... und... und. Und dann der Knaller:wildes bellen im Wald (war gestern auch schon) das Bellen kommt näher und dann ist er hinter mir! Offensichtlich ein Javdhund... aber ganz alleine! Um den Hals hat er auffällige Reflexstreifen und einen Sender. Er sieht nicht gepflegt aus, aber nach einem Aufenthalt im verregneten Wald wohl auch nicht zu erwarten. Er ist ziemlich anhänglich, will ins Auto, in den Stall. Ich denke der hat sich verlazfen und der Sender ist defekt. Hoffentlich hat er nicht zuviel Hunger🙄 Ich wähle die 112... Die sind nicht zuständig ich soll 11414 wählen. Handynetz weg! Später klappts, aufomatische Ansage: ich soll 112 wählen. Die Zeit läuft mir weg, der Hund späfer auch. Ich verlasse das Grundstück ohne ganz sicher zu sein alles perfekt hinterlassen zu haben. Bei Rudi, unserem Hustomte, halte ich an und bitte um Hilfe... Der ist ganz ruhig und sagt mir, dass das mit dem Hund völlig normal ist!? Der Hund ist auf Jagt! Wenn er ein Tier findet stellt er es. In der Zwischenzeit liegt Herrchen auf dem Sofa und guckt per GPS was abgeht. Ist das Wild gestellt kommt Herrchen vorbei, knipst das Tier ab und fertig ist. Ich bin ein wenig schockiert! Die Fahrt läuft gut, jetzt ist es 19:00 Uhr, ich sitze auf der Fähre, habe eine riesige Portion zu Essen bekommen und zwei Bier zum Preis von einem. Naja, satt bin ich, aber einen Eintrag ins Sternebuch gibts definitiv nicht!

Samstag, 01. Dezember 2018

Fazit nach der ersten Staffel von "Wolfgang allein im Wald"

Von w-scharfenberg, 20:47
Ich sitze quasi auf gepackten Koffern und warte darauf, dass mich mein Auto zur Fähre bringt die mich dann in den Alltag zurück bringt. Zwei Monate war ich nun in meinem, geliebten Schwedenhaus, hatte Ideen was ich tun würde, Bekannte die mich fragten ob es nicht langweilig würde, Bedenken zu Risiken wie Unfall im Wald oder gefährliche Tiere... und vieles mehr. Und wie war die Realität? Zunächst zu den Bedenken ob mir langweilig würde: ein ganz klares Nein! Ich war so fremdgesteuert durch den Tagesablauf, dass ich den Begriff "Langeweile" nicht eine Sekunde im Kopf hatte. Dann zu dem was ich alles tun wollte: Ebenfalls ganz klar - viele Pläne, fast nichts geschafft. Das ist schon ein bisschen frustrierend. Ich hoffe nun auf die zweite Staffel ab März. Ganz sicher aber in der dritten Staffel, der Sommerstaffel😜 Ganz sicher habe ich auch einiges übererfüllt: ich habe bestimmt fünfmal mehr gebacken und im Ofen Essen bereitet als sonst im ganzen Jahr. Und wie war das mit den gefährlichen Tieren? Die haben mich zweimal erwischt, diese Scheißzecken! Gab aber keine Komplikationen und beide Angreifer haben ihre Taten mit dem Leben bezahlt😁 Unfälle waren auch nicht und eine Erklärung hatte ich auch nicht... wer soll mich hier auch anstecken? Ob es nun wirklich das Highlight meines Lebens war, na, da geht noch was hoffe ich. Ich melde mich wenn es wieder in die weite Welt hinausgeht, so um den 13. Dezember. Wohin wird noch nicht verraten... So, nun gibt die Küche zum Dinner noch einmal alles: Hausgemachte Frikadelle an einem scharfen Senftupfer, begleitet von zwei kontrahierenden Käsesorten. Hierzu die Empfehlungg des Chefs: bayerisches Festbier aus dem Senfglas. Als Desert habe ich kandierte Orangenschale gewählt. Bedanken möchte ich mich noch bei Sylvia, die das mitgetragen hat und zweimal für je zwei Wochen bei mir war. Auch sie hat sich nicht gelangweilt... die Arbeit zuhause hat sich ja auch nicht von alleine erledigt!

Freitag, 30. November 2018

Ich baue langsam ab...

Von w-scharfenberg, 23:31
... was auch immer ihr bei der Überschrift denkt... mal ehrlich... war das nett? Ich meine natürlich, dass ich hier am Haus alles wieder abbaue damit ich am Sonntag heimwärts fahren kann.

Morgen früh noch einmal duschen, danach mache ich die obere Etage schon einmal winterfest. Meine Werkzeuge habe ich schon zusammengesammelt. Am meisten Arbeit ist sowieso immer am letzten Tag. Ich muss hier mittags verschwinden, damit ich meine Fähre bekomme. Wenn das Wetter schlecht ist natürlich noch etwas eher...

Heute habe ich nochmal Stollen gebacken, nun soll es aber reichen. Dieser ist eine Spezialkreation namens Wolfgangs-Weißer-Weihnachtsstollen, kurz www. Nur helle Früchte verarbeitet und eine Deckschicht ohne Früchte. So kann oben nicht zuviel verbrennen und auch außen bleibt es hell... theoretisch...



Montag, 26. November 2018

Schlafzimmerblick

Von w-scharfenberg, 12:11
Die Nacht war  eisesbitterkalt: -9 °C. Der Blick aus dem Schlafzimmer ist ein wenig wie früher:

Eisblumen am Fenster! Die Temperatur im Schlafzimmer ist 4,7 °C. Nun, bedauern braucht ihr mich nicht, ich bin schon vor Wochen ins Erdgeschoss umgezogen. Dort habe ich schlaffreundliche 18 °C.

Irgendwie ist mir heute Morgen aber nach duschen zumute und das Badezimmer ist im ungeheizten Obergeschoss. Zum Glück (schlauerweise) haben wir aber das Badezimmer in die Mitte zwischen die Schlafzimmer gebaut, es hat also kaum direkte Aussenwände. Zusätzlich habe ich einen Luftkanal aus der Küche ins Bad gelegt. So habe ich dor fast 14 Grad, das Duschwasser hat auch nur noch 28 °C, beides etwas frisch. Also kurz den kleinen Generator angeworfen, nach achtmaligem ziehen lief er schon, und eine Coleman-Benzinlampe ins Bad gestellt. Nach 20 Minuten waren Luft und Wasser kuschelig warm und ich konnte meinem Montagsvergnügen nachgehen. So schön praktisch hatten die Hauserbauer das vor 96 Jahren wohl nicht.

Das Wetter ist toll, blauer Himmel, -7 °C aber trockene Kälte, also werde ich gleich eine kleine Winterwanderung am Fluß machen.

Sonntag, 25. November 2018

Das Holz ist in trockenen Stapeln, was nun?

Von w-scharfenberg, 23:43
Es wird langsam kälter, das Thermometer zeigt nur noch Minusgrade für draußen an... und ich schließe die Holz-Mach-Aktion für dieses Jahr ab. Jetzt wird nur noch verbrannt!

Aber was mache ich mit meiner neu gewonnenen Freizeit? Rasenmähen vielleicht? Nee, geht nicht, da liegt doch Schnee! Kein Problem für einen schwedischen Rasenmäher!

Er hat zwar wie mein Auto nur Heckantrieb, aber damit kann ich ja um!

OK, wer genau hinsieht wird feststellen: ganz bekloppt ist der Wolfgang doch nicht. Unter dem Baum haben tausende kleiner Eschen ihre Stämmchen aus dem Boden gestreckt. Da ich aber nicht auf Eschenwald stehe war das eine gute Möglichkeit sie niederzumachen.

Abends bin ich gut mit heizen beschäftigt, über die Nacht mache ich sogar den Ölofen an.

Donnerstag, 22. November 2018

Lebenszeichen

Von w-scharfenberg, 17:23
Ja, Elke und Bernd haben mich schon fast als vermisst gemeldet, tut mir Leid. Die Zeit rast hier so an mir vorbei, da bekomme ich garnicht mit welchen Tag wir haben und wie lange ich nichts geschrieben habe. Sylvia ist seit Dienstag wieder in Deutschland und ich bin einfach nur mit dem überleben beschäftigt, essen, trinken , heizen, schlafen. Ich verstehe jetzt warum man früher in Großfamilien gelebt hat: wenn du alles alleine machen musst schaffst du es kaum, je mehr zusammenleben je weniger bleibt am einzelnen hängen. Positiv: ich wollte ja wissen wie es so alleine in der unzivilisierten Wildnis ist... und das lerne ich so langsam.

Samstag, 17. November 2018

Dachschaden

Von w-scharfenberg, 19:22
Nach einiger Vorbereitung war es heute endlich sowei, das neue Windkraftwerk sollte aufs Stalldach. Endlich oben angekommen war der Spaß vorbei   Der Entlüftungsschacht den ich mir als Ort für die Windkraftanlage ausgesucht hatte ist so desolat, dass ich ihn erst einmal sanieren muss.

Und dann der Blick aufs Dach. Ich hatte schon bemerkt, dass die Firstpfannen verrutscht waren, aber wie weit das gediehen war hatte ich noch nicht mitbekommen
Ein ganz schön respektabler Dachschaden ist entstanden... und meine Laune ist unter dem Gefrierpunkt angekommen!

Zum wieder auftauen gibt es einen Glögg, das schwedische Pendant zum Glühwein, aber ohne Alkohol. Dieser hat eine ganz extravagante Geschmacksrichtung: Himbeer-Lakritz! Das gute daran: man stirbt davon nicht, jedenfalls nicht sofort